Porta will Hotel und Fitnessstudio
Ansicht: pbp Architekten
Ein Gebäuderiegel an der Friedrich-Ebert-Straße (links), einer an der Holzstraße. So sollen die neuen Gebäude auf dem Porta-Gelände aussehen.
Ansicht: pbp Architekten

 Die Gebäuderiegel würden zusammen mit dem Möbelhaus ein Dreieck bilden – mit freiem Blick auf den Eingang und das Porta-Firmenemblem. Die Stadtverwaltung soll für dieses Vorhaben den Bebauungsplan für das Areal Holzstraße ändern. Einen entsprechenden Antrag stellt die Porta Gesellschaft an den Hauptausschuss.

Bed and Breakfast

Das Hotel im 2,5-Sterne-Bereich mit 113 Betten soll vor allem auf die Bedürfnisse Geschäftsreisender ausgerichtet sein, heißt es in der Erläuterung zu dem Vorhaben. Vor allem das Miele-Werk sei von der Holzstraße aus fußläufig zu erreichen. Als gastronomisches Angebot ist nur ein Frühstücksservice vorgesehen. Eine Analyse zu den vorhandenen Hotels in Gütersloh zeige, dass eine Neuansiedelung in diesem Standard sinnvoll sei. Die Übernachtungszahlen in Gütersloh seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In der Innenstadt gebe es drei Beherbergungsbetriebe (Centro-Hotel, Parkhotel und Holiday Inn Express), in Gütersloh insgesamt 20 Hotels und Pensionen mit rund 970 Betten. Das neue Haus stelle auch einen Wettbewerber für kleinere Hotels und Gasthöfe dar. Das könne entweder zu einer schnelleren Modernisierung anderer Betriebe beitragen – oder – im negativen Fall, zu einer Schließungswelle führen.

Keine Konkurrenzs fürs geplante Theaterhotel

Für das von der Stadt geplante Hotel am Theater sei der von Porta vorgesehene Betrieb keine Konkurrenz, heißt es in der Erläuterung. Für das Theater-Hotel sei ein höherer Standard geplant. Es richte sich vor allem an Gäste, die sich an Theater und Stadthalle orientierten. Fahrradfachmarkt, Fitnesscenter und Gastronomie vervollständigten das Angebot auf dem Areal zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Holzstraße entsprechend den Zielen, die im Einzelhandel- und Zentrenkonzept der Stadt genannt werden. Es handele sich danach um einen Ergänzungsstandort. Negative Auswirkungen auf die städtische Zentren- und Versorgungsstruktur seien nicht zu erwarten.

Stellplätze auf dem Porta-Parkplatz

Zielgruppe des Fitnessstudios und der Gastronomie sollen Kunden sein, die mit dem Auto anreisen und für die auf dem Porta-Parkplatz ausreichend Stellplätze zur Verfügung stünden. Für den Fahrradfachmarkt und das Fitnesscenter planen die Antragsteller mit einer Nutzfläche von 2000 Quadratmetern. Für die Gastronomie sind 450 Quadratmeter vorgesehen. Die Nutzfläche des Hotels wird mit 2100 Quadratmetern angegeben.

Stadt sucht weiter nach einem Investor

Die Stadt Gütersloh plant bereits seit längerer Zeit, Theater und Stadthalle durch ein Hotel zu ergänzen. Dazu werden ein Investor und ein Betreiber gesucht. Eine Ausschreibung im Mai hatte kein Ergebnis erbracht. Im September hieß es zuletzt von der Stadtverwaltung, nach dem förmlichen Verfahren habe kein Zuschlag erteilt werden könne. Das Vorhaben werde aber weiter verfolgt. Die Stadt führe Gespräche mit Interessenten. Nach Angaben der Verwaltung gebe es ein gutes Dutzend Interessenten. Die meisten aus Deutschland, einer aus dem benachbarten Ausland.

Studentenwettbewerb

Für das Porta-Areal zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Holzstraße hatten Architektur-Studenten aus Detmold im vergangenen Jahr unterschiedliche Vorschläge in einer Ausstellung im Rathaus präsentiert. Ziel des Wettbewerbs war es, den Bereich als Tor Richtung Innenstadt zu gestalten und gleichzeitig ein Angebot an die Öffentlichkeit zu machen. Die jetzt geplante Projektentwicklung orientiert sich an den Vorschlägen dreier Wettbewerbsteilnehmer.

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