Preis der Bürgerstiftung für elf Flüchtlingshelfer
Bild: Steinecke
Auszeichnung für engagierte Ehrenamtliche: (vorn v. l. ) Ernst Johann Klinke, Otto Holdijk, Barbara Brinkmann, Elisabeth Meier, Monika Geißler, Ulrike Poggenklaß, (hinten v. l.) Dr. Ernst Wolf (Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung), Brigitte Büscher (Sprecherin der Stiftung), Ludger Klein-Ridder, Nesrin Sayar, Ron Ferrier, Volker Zobel, Ingrid Müller und Staatssekretär Andreas Bothe.
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Beim Festakt im Miele-Forum dankte Andreas Bothe, Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, im Namen der Landesregierung den Preisträgern für ihren Einsatz. „Sie haben nicht gezögert, sondern geholfen, als es darauf ankam. Sie sind Teil einer Bürgerbewegung der Menschlichkeit und erhalten diesen Preis stellvertretend für die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich im Verborgenen engagieren. Wir wissen: Integration braucht Zeit und gelingt nur, wenn Staat und Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten“, sagte er.

Langstreckenläufer in der Flüchtlingshilfe

Die Bürgerstiftung unterstütze aus einem eigens dafür eingerichteten Spendenfonds die ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Jetzt sollten die Ehrenamtlichen selbst ausgezeichnet werden, erklärte Dr. Ernst Wolf, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. „Diese elf Ehrenamtlichen stehen stellvertretend für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt, die sich vom Sprint der großen Hilfsbereitschaft im Herbst 2015 auf die Langstrecke der Unterstützung begeben haben.“

Preis ermutigt die Engagierten

Die elf Geehrten sind Barbara Brinkmann, Ron Ferrier, Monika Geißler, Otto Holdijk, Ludger Klein-Ridder, Ernst Johann Klinke, Elisabeth Meier, Ingrid Müller, Ulrike Poggenklaß, Nesrin Sayar und Volker Zobel. Sie setzten sich in unterschiedlichen Bereichen für die Integration der neuen Bürger ein. Die Dolmetscherin Nesrin Sayar zum Beispiel gab zunächst Deutschkurse. Dort lernte sie Menschen kennen, die eine Leidenschaft mit ihr teilen: das Laufen. Und so kombinierte sie das Training mit dem Deutschlernen. Ernst Johann Klinke engagiert sich bereits seit 2012 in der Flüchtlingsarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde. Er ist auch Leiter des Arbeitskreises Asyl. Sayar und Klinke bedankten sich stellvertretend für alle elf Geehrten: „Die Bürgerstiftung lenkt mit diesem Preis die Aufmerksamkeit auf die schutzwürdigen Interessen der Geflüchteten und sendet ein wichtiges humanitäres, politisches Signal gegen flüchtlingsfeindliche Stimmungen und Haltungen in der Stadt. Sie ermutigen uns zudem in unserer Anstrengung.“

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