Prodekon baut einen neuen Firmensitz
Bild: Dinkels
Das Bauschild an der Osnabrücker Landstraße weist die Firma Goldbeck als Generalunternehmer aus.
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„Wir bauen einen komplett neuen Firmensitz“, sagte Geschäftsführer Ralf Sundermann (Produktionsleitung) am Dienstag der „Glocke“. Er leitet das Unternehmen mit Volker Büst (Geschäftsführer Konstruktionsleitung). „Der alte Standort an der Carl-Borgward-Straße ist zu klein geworden, wir platzen aus allen Nähten“, sagt Sundermann.

Das 2003 gegründete Unternehmen fertigt Maschinenverkleidungen aus Blech und Stahl. Zu den Kunden gehören deutschlandweit zum Beispiel Firmen, die Druck- und Verpackungsmaschinen (Windmöller & Hölscher, Lengerich) oder Fördertechnik herstellen (Dürrkopp, Bielefeld). Bei Bedarf liefert Prodekon auch nach China und montiert dort. Der Umsatz belief sich 2018 auf 9,4 Millionen Euro. Für 2020 seien 11 Millionen geplant, sagt Sundermann.

Die Firma Prodekon wurde 2003 auf dem Hof von Ralf Sundermann in Ummeln gegründet. Der Umzug an den aktuellen Standort erfolgte 2005 mit damals zehn Mitarbeitern. Der erste Ausbau der Fertigungsstätte folgte 2005. 2007 wurde die Firma um die Pulverbeschichtung erweitert und gleichzeitig der Bürotrakt aufgestockt. 2012 folgte die Erweiterung des Schlossereibereichs. 2013 erfolgte ein kompletter Neubau einer Montagehalle mit einer Kapazität von 1200 Quadratmetern.

An der Osnabrücker Landstraße entstehen rund 7500 Quadratmeter Hallen- und 1000 Quadratmeter Bürofläche mit Sozialräumen. Die neue Halle wird 11 Meter hoch, 120 Meter lang und 100 Meter breit. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Am alten Standort, an dem alle Erweiterungsmöglichkeiten ausgereizt sind, sind es 4600 Quadratmeter Hallen- und 300 Quadratmeter Bürofläche.

Der neue Firmensitz ist die größte Investition in der Unternehmensgeschichte. Auf zehn Millionen Euro beziffert Sundermann die Kosten für das Grundstück, den Neubau und zusätzliche Maschinen, darunter eine Rohrlasermaschine. Damit kann man nicht nur Rohre präzise in Stücke schneiden, sondern auch Stücke herausschneiden. Auch der 2018 gegründete Bereich Zerspanung sei gut angelaufen, sagt Sundermann.

Der Umzug soll Ende Januar nächsten Jahres bei laufendem Betrieb über die Bühne gehen. Das wird eine logistische Herausforderung. Die zusätzlichen Maschinen ermöglichten eine vorübergehende gleichzeitige Produktion an beiden Standorten, sagt Sundermann.

Der alte Standort soll entweder kurzfristig verkauft oder nach dem Umzug vermietet werden. Das beständig wachsende Unternehmen bildet auch aus, um sich Fachkräfte zu sichern. Vier bis fünf Lehrlinge seien immer im Betrieb, berichtet der Geschäftsführer.

www.prodekon-blechtechnik.de

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