Quote für Glasfaserausbau verfehlt
Bild: Stadtwerke
Zum Glasfaserausbau bis in die Haushalte sehen die Stadtwerke keine Alternative. Der Aufsichtsrat muss nun entscheiden, ob nicht zumindest partiell ausgebaut werden soll.
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In Avenwedde-Bahnhof betrug sie zuletzt 28 Prozent, in Kattenstroth-Mitte 24 Prozent. „Damit sind die Voraussetzungen für einen vollständigen Ausbau in beiden Gebieten nicht gegeben“, erklärten Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda und Bitel-Geschäftsführer Thomas Primon.

Weil aber rund 1400 Haushalte Interesse bekundet hatten, sehen beide dennoch Chancen: „Es ist durchaus vorstellbar, bestimmte Teilgebiete in Avenwedde-Bahnhof und Kattenstroth-Mitte auszubauen“, führte Libuda aus. Innerhalb der jeweiligen Gebiete gebe es extreme Schwankungen. Während sich in manchen Straßenzügen weniger als 10 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entschieden hätten, liege die Quote andernorts bei deutlich mehr als 60 Prozent.

„Wir prüfen, was technisch möglich und zugleich wirtschaftlich ist“, kündigte Libuda an. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen solle Anfang März im Aufsichtsrat der Stadtwerke fallen.

Man sei nach wie vor überzeugt, mit den beiden Stadtbezirken die richtigen Ausbaugebiete für einen Vermarktungsstart ausgewählt zu haben. Zugrunde gelegen habe eine Masterplanung, in der nicht nur Faktoren wie die Alters- und Gebäudestruktur, sondern etwa auch die aktuelle Versorgungssituation und die Eigentumsstruktur berücksichtigt worden seien. Die Auswahl der einzelnen Gebiete sei dabei von besonders großer Bedeutung. „Sie erfolgt immer unter der Prämisse der Wirtschaftlichkeit und des stetig steigenden Bedarfs nach hohen Bandbreiten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das kommende 5G-Mobilfunknetz sei aus Sicht der Stadtwerke für die Endkunden „keine Alternative“, wie Sprecherin Sina Schäffer auf Nachfrage erklärte. Zum einen gewährleiste nur Glasfaser mit eigenem Anschluss, dass die Haushalte die vereinbarte Leistung auch bekämen. Zum anderen müssten auch die Mobilfunkmasten zahlreich mit Glasfaser angebunden werden.

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