Rainer Langkamp verlässt die Sparkasse
Rainer Langkamp verlässt die Sparkasse Gütersloh und wird im Sommer 2014 Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt.

 Von der fusionierten Sparkasse Steinfurt war Langkamp Anfang 2009 als Nachfolger für Hans-Hermann Kirschner nach Gütersloh gekommen. Bis dahin war er im Münsterland Verhinderungsvertreter des Vorstands.

 Für den Banker ist es ein Karrieresprung: Die Kreissparkasse beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter und hat eine Bilanzsumme von mehr als 3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In Gütersloh, wo Langkamp neben dem Vorsitzenden Jörg Hoffend zweiter Vorstand ist, betrug die Bilanzsumme zuletzt 1,85 Milliarden Euro (2012), und es sind knapp 400 Beschäftigte. Beide Vorstände waren im Januar erst für weitere fünf Jahre gewählt worden. In Gütersloh hätte Langkamp aus dem Schatten von Hoffend wohl kaum heraustreten können.

Laut einer Mitteilung der Sparkasse wird der diplomierte Sparkassenbetriebswirt voraussichtlich im Frühjahr Gütersloh verlassen. Der Verwaltungsratsvorsitzende Markus Kottmann: „Ich freue mich sehr für Rainer Langkamp, aber aus Sicht unserer Sparkasse bedauere ich es außerordentlich, dass er uns verlassen wird.“ Langkamp leiste hervorragende Arbeit und habe „entscheidend zu der sehr guten Entwicklung der Sparkasse Gütersloh beigetragen“.

 Langkamp sieht die Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die neue Aufgabe sei eine große Herausforderung. „Ihr sehe ihr mit Freude, zugleich aber auch mit großem Respekt entgegen.“ Gleichwohl werde ihm der Wechsel schwerfallen. Seine Aufgaben und die Arbeit mit dem Team hätten ihm sehr viel Freude gemacht, betont der Vertriebsexperte. Bis zu seinem letzten Tag in Gütersloh werde er sich voll einsetzen. Dann werde er dorthin zurückkehren, wo er geboren sei, auch wenn die Familie in Gütersloh heimisch geworden sei. Langkamp ist verheiratet und hat zwei Töchter.

 Wie die Nachfolge in Gütersloh geregelt wird, war am Nachmittag nicht zu erfahren. Die Sparkasse Gütersloh hat in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Nach ihrem Amtsantritt hatten Hoffend und Langkamp das Geldinstitut wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt. Zuvor hatten ein umstrittener Personalabbau sowie juristische Auseinandersetzungen mit Kreditnehmern und einem Vermieter den alten Vorstand zu Fall gebracht.

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