Realmarkt-Chef lobt seine Umbau-Meister
Bild: Scheffler
Das Band zur neuen Zeitrechnung im Real-Markt Gütersloh durchschnitten: (v. l.) Werner Gehring, Gustav Neerschulte, Christine Lang, Karsten Urbaniak und Real-Bezirksleiter Heinrich Westhoff.
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 „Auch wenn heute Morgen um 8 Uhr noch geschraubt wurde“, sagte Marktleiter Karsten Urbaniak erschöpft, aber glücklich. „Ich komme mir vor wie Jogi Löw“, verglich sich Urbaniak in seiner Rede vor den geladenen Gästen mit dem Fußball-Bundestrainer. „Aber unser Team ist schon Meister, da muss die DFB-Auswahl noch nachlegen.“

„Reif für die Insel“

In den vergangenen Monaten hätten er und seine 120 Mitarbeiter so manche Nachtschicht eingelegt, weil die Kunden sonst von gewissen Arbeiten stark beeinträchtigt worden wären“, zollte der Chef seiner Belegschaft Respekt. Er selbst fühle sich im Übrigen so langsam „reif für die Insel“.

 „Sie haben den Umbau mit Bravour gestemmt“, geizte Real-Vertriebsleiter Gustav Neerschulte nicht mit Lob. Auf einer Verkaufsfläche von rund 6500 Quadratmeter könnten fortan rund 60 000 Artikel angeboten werden, wobei etwa 4000 Produkte jeden Tag angeliefert würden“, so Neerschulte, der gestern im feierlichen Rahmen gern die Meinung des Vorstands wiedergab: „Wir glauben an diesen Standort und möchten dauerhaft für die Kunden da sein.“

„Entscheidung richtig“

Dafür gab Werner Gehring schon mal grünes Licht. „Die Zusammenarbeit soll mindestens 18 Jahre fortgesetzt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Familie-Osthushenrich-Stiftung, in deren Besitz sich die Immobilie befindet. Mit den Mieteinnahmen sollen Kinder und Jugendliche gefördert werden. In die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen investierten die Stiftung und Real jeweils fünf Millionen Euro. „Diese Entscheidung war richtig“, betonte Gehring. „Der Gütersloher Real-Markt ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden, die Ihresgleichen sucht.“ Außerdem leisteten die Maßnahmen einen Beitrag, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Für die Stiftung durfte Werner Gehring von der Real-Warenhauskette einen Scheck über 2000 Euro entgegennehmen.

Christine Lang, Erste Beigeordnete der Stadt Gütersloh, zollte den am Umbau Beteiligten ebenfalls Respekt: „Das alles im laufenden Betrieb und in einem engen Zeitplan zu schaffen, ist anerkennenswert.“ Lang wies aber auch darauf hin, dass Gütersloh gute Rahmenbedingungen für solche Investitionen biete. Noch immer wachse die Einwohnerzahl, und die Kaufkraft der Bürger sei höher als im Landesdurchschnitt.

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