Regenbogen wirbt für Vielfalt in der Liebe
Setzen sich gegen Diskriminierung ein: (v. l.) Miriam Wolfförster (Frauenberatungsstelle Gütersloh), Nina Hügle (Freiraum/Queertreff, SJD Die Falken), Matthis Haverland (Jusos Gütersloh), Stefan Matthias Pape, (Initiative Gütersloh ver/liebt sich), Jana Felmet (Weberei), Karen Neumeyer (Frauenberatungsstelle), Monika Weiland (Trotz Allem), Inge Trame (Leiterin Fachbereich Chancengleichheit und Vielfalt), Nadine Lukasiwicz (Arbeitskreis Mädchenpädagogik) und Bürgermeister Henning Schulz.

 „Wir unterstützen diese Aktionstage. Mit dem Regenbogen wollen wir als Stadtverwaltung ein sichtbares Symbol für Toleranz und Akzeptanz gegenüber vielfältigen Lebensformen in der Stadt Gütersloh setzen“, sagt Bürgermeister Henning Schulz. So steht in allen Stellenanzeigen der Stadt Gütersloh neben der männlichen und weiblichen Berufsbezeichnung auch das „d“ für divers, das Menschen mit einbezieht, die sich als trans oder inter definieren. Im Gütersloher Standesamt ist die Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen keine Ausnahme und die Eintragung einer dritten Geschlechtsoption ist möglich. Sie wird auch genutzt, betont die Stadt.

Buntes Fest auf dem Berliner Platz

Das gesamte Programm liegt in öffentlichen Einrichtungen in der Stadt Gütersloh aus. Zudem steht es im Internet zum Download bereit: www.gt-verliebtsich.de
„Wir freuen uns über das Zeichen des Regenbogens am Konrad-Adenauer-Platz. Es lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und nachzufragen“, betont Stefan Matthias Pape. Er hat den Pride Day am 17. Mai als ersten kleinen Christopher Street Day mitorganisiert. „Mit weiteren Aktionen wollen wir aufklären und sensibilisieren. Es gibt immer noch Herabwertung und Diskriminierung gegenüber Menschen, die sich jenseits der binären Geschlechtsvorstellung verorten“, ergänzt Pape. Das vielfältige Programm der Aktionstage reicht von Filmabenden bis zu einer queeren Party. Höhepunkt ist der Rainbowflash am 17. Mai ab 14 Uhr auf dem Berliner Platz. Neben bunten werden dort dieses Jahr auch schwarze Luftballons für die Opfer queerfeindlicher Gewalt in die Luft steigen. Darüber hinaus erwartet alle Besucher ein buntes Programm mit musikalischen Auftritten, unter anderem mit dem Herforder Duo „White Coffee“, der Schulband „No Names“ der Janusz-Korczak-Gesamtschule und Solokünstlerin Caroline Büttemeier. Die Tanzgruppe „Up Great“ des DJK Gütersloh tritt gegen 17 Uhr auf. Aus Bielefeld reist die Sambagruppe Les Benitas an.

Werbung für eine gerechte und akzeptierende Gesellschaft

Es gebe zwar zahlreiche Fortschritte hinsichtlich der Akzeptanz und Anerkennung vielfältiger sexueller Orientierungen und Identitäten, heißt es in der Ankündigung der Stadtverwaltung. Trotzdem sei es noch ein langer Weg zu einer gerechten und akzeptierenden Gesellschaft. Die Gütersloher Veranstaltungsreihe solle dafür werben, informieren und Vielfalt demonstrieren.

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