Renaturierung der Dalke wird fortgesetzt
Bild: Dinkels
Mit schwerem Gerät wird das Gelände zwischen Dalke und Wapel (Bild) in den nächsten Wochen neu modelliert. Wie schon in Richtung Kläranlage umgesetzt, soll dort eine weiträumige Auenlandschaft – allerdings mit einer großen Düne – entstehen.
Bild: Dinkels

Rodungsarbeiten sind bereits erfolgt, und ein Bagger wühlt sich durch die ehemalige Ackerfläche zwischen Dalke und Wapel. „Mit der Durchführung des Abschnitts Klärwerk bis Herzebrocker bis Herzebrocker Straße mit dem Teilabschnitt Wapel und dem Fischaufstieg ,Neue Mühle’ soll ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der Dalke und eines kleinen Teilabschnitts der Wapel erreicht werden“, erklärte Bernd Winkler, Leiter des Fachbereichs Grünflächen, am Donnerstag auf Anfrage der „Glocke“. Der Bauabschnitt sei auch Teil des Umsetzungskonzepts zur Wasserrahmenrichtlinie.

Umgestaltet werden aktuell sechs Hektar Fläche, damit ist es die bisher größte derartige Maßnahme im Stadtgebiet. Im Ergebnis soll sich das Areal künftig ähnlich darstellen wie das schon fertige Stück Richtung Kläranlage – als weitläufige Auenlandschaft. Sämtliche Sohle- und Uferbefestigungen werden entfernt. Die Laufstrecke der Gewässer wird durch Kurven und Schleifen verlängert, was gleichzeitig zu einer geringeren Fließgeschwindigkeit führt. Dabei entstehen neuen Prall- und Gleitufer. Winkler: „Dalke und Wapel können sich in diesem Abschnitt wieder frei entfalten und natürlich entwickeln.“ Große Rückhalteräume verbesserten den Hochwasserschutz. An der Stauanlage Neue Mühle soll die Durchgängigkeit der Dalke überdies durch eine Sohlgleite gewährleistet werden.

„In einem Teilbereich ist die Anlage einer Düne in Anlehnung an die alten Flugsanddünenstrukturen mit nährstoffarmem Boden vorgesehen“, erläuterte Winkler weiter. In der Düne soll in Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises ein Überwinterungsquartier für Fledermäuse angelegt werden.

Die Erdarbeiten sollen im April abgeschlossen werden. Dann werden die Flächen angesät, damit sie sich im Sommer entwickeln können. Für den Herbst sind Gehölzanpflanzungen geplant. Die Kosten für die laufende Baumaßnahme belaufen sich laut Winkler auf 330 000 Euro. 80 Prozent der Kosten übernehme die Bezirksregierung Detmold in Verbindung mit der Wasserrahmenrichtlinie (lebendige Gewässer), ebenso den Grunderwerb. Die restlichen 20 Prozent könnten als Ausgleichsmaßnahmen für Bauvorhaben angerechnet und refinanziert werden, so der Fachbereichsleiter.

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