Rohrbruch an der Spexarder Straße
Bild: Eickhoff
Defekter Kanal: Das THW pumpt das austretende Abwasser an anderer Stelle wieder in den Kanal. In den nächsten Tagen wird der Schaden an der Spexarder Straße behoben. Es ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Bild: Eickhoff

 „Der Schaden muss in der Nacht zum Dienstag entstanden sein“, erklärte Ulrich Lichtenberg, Leiter der Abteilung Straßenentwässerung im Fachbereich Tiefbau der Stadt am Dienstag auf Nachfrage. Mitarbeiter des Kanalbetriebs hätten einen hohen Sandanfall rund um den entsprechenden Revisionsschacht festgestellt – ein deutlicher Hinweis auf eine defekte Stelle im Kanal.

Hoher Reparaturaufwand

Der Aufwand für die Instandsetzung sei hoch, erläuterte Lichtenberg. Die Abwasserrohre seien in vier Metern Tiefe verlegt. Deshalb müsste zunächst das austretende Abwasser abgeleitet und das Grundwasser abgesenkt werden. „Wir brauchen eine trockene Baugrube. Dann können wir genau bestimmen, welcher Schaden dort zu beheben ist“, sagte Lichtenberg.

Überbrückung durch das THW

Eine Beeinträchtigung für die Abwasserentsorgung der Häuser an der Spexarder Straße gebe es nicht, betonte der Abteilungsleiter. Für die Gebäude seien Rückstausicherungen verpflichtend vorgeschrieben. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) organisierten zudem die Überbrückung der Bruchstelle im Kanal. Von Dienstagmorgen an pumpten sie mit zwei 2000-Liter-Pumpen das anfallende Abwasser über eine Strecke von rund 150 Meter in den unbeschädigten Teil des Kanalsystems zurück.

Verkehr kann beeinträchtigt werden

Die Rohre für das Abwasser stammen nach Angaben von Ulrich Lichtenberg aus den Jahren 1967/68. Das Kanalsystem sei damit nicht ungewöhnlich alt. Der Verkehr auf der Spexarder Straße staute sich wegen der Baustelle im Lauf des Tages immer wieder weitläufig zurück. Der Fachbereich Tiefbau bittet ortskundige Autofahrer, den Bereich großräumig zu umfahren.

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