Rotarier seit 50 Jahren engagiert
Gründungsversammlung: Am 24. November 1961 erhält der Rotary-Club Gütersloh die Charter-Urkunde. 57 Rotarier aus 22 Clubs nehmen zum Teil mit ihren Frauen am Festakt teil.

„Sie waren in den 60er-Jahren Mitglieder im Rotary-Club Bielefeld und hielten den Zeitpunkt damals für günstig, die Service-Organisation auch in Gütersloh zu etablieren“, berichtet Dr. Ulrich Meyer, heute Präsident von Rotary Gütersloh. Dr. Friedrich Schaarschmidt wird schließlich zum Gründungsbeauftragten ernannt. Am 6. April 1961 gehören 23 Männer aus Gütersloh und Umgebung zu den ersten Mitgliedern.

Zum ersten Präsidenten wird Hans Tödtmann gewählt. Am 12. Juni 1961 wird der Club der Dalkestadt als Mitglied von Rotary International bestätigt. „Vier der Gründungsmitglieder sind noch aktiv“, sagt Dr. Meyer. Rudolf Wendorff, damals Bertelsmann-Vorstandsmitglied, Dr. Gustav Horst Wolf von den Drahtwerken Gustav Wolf, Dr. Karl Lübke, Möbel-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück, und Miele-Gesellschafter Dr. Peter Zinkann, zwischen 83 und 96 Jahre alt, lassen es sich nicht nehmen, an den wöchentlichen Treffen teilzunehmen.

Insgesamt gehören heute 64 Männer zum Rotary-Club Gütersloh. „Wir sind damit gut aufgestellt“, sagt der Präsident. Die persönliche Freundschaft steht im Mittelpunkt des Club-Lebens. „Bei uns kennt man sich untereinander – und das ist auch sinnvoll“, betont Meyer. Schließlich wollen die Rotarier sich gemeinsam für positive Entwicklungen in der Gesellschaft einsetzen.

Die Projekte, die die Gütersloher Gruppe in den vergangenen 50 Jahren umgesetzt hat, sind nachhaltig. Die Anfänge der Musikschule für den Kreis Gütersloh hätten die Rotarier ebenso organisiert und finanziell unterstützt wie den Kunstverein für den Kreis oder die Dalke GmbH, aus der später der Kiebitzhof (heute Wertkreis) hervorgegangen sei, erläutert Dr. Meyer.

In der Gegenwart liegt dem Präsidenten und den anderen Clubmitgliedern vor allem die Aktion „Sprache verbindet“ am Herzen. Oberstufenschüler aus Gütersloher Schulen werden zu Scouts ausgebildet und gehen in Familien mit Migrationshintergrund. Dort trainieren sie mit den Kindern die deutsche Sprache und machen sie fit für den Alltag in der neuen Heimat.

Zum 50-jährigen Bestehen haben die Service-Club-Mitglieder ein attraktives Programm für ein Familienwochenende (23., 24. September) organisiert. „Wir möchten den Bürgern der Stadt etwas zurückgeben“, erklärt Dr. Meyer. „Schließlich fühlen wir Rotarier uns hier wohl und haben in der Stadt unsere Heimat und unsere Wurzeln.“

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