SPD und BfGT kritisieren Verwaltungsumbau
Bild: Dinkels
Kritik an Umbauplänen: (v. l.) Thomas Ostermann, Volker Richter (SPD) sowie Sylvia Mörs und Nobby Morkes (BfGT).
Bild: Dinkels

Es geht um die Geschäftsbereiche 3 und 4 der Verwaltung. So soll die Abteilung Kindertagesstätten aus dem Fachbereich Jugend und Bildung (40) in einen eigenen Fachbereich 51 überführt werden. Der 40er soll dann Schule und Jugend heißen und nach dem altersbedingten Ausscheiden des Fachbereichsleiters Wilhelm Kottmann mit dem bis dahin eigenständigen Fachbereich Sport zusammengelegt werden.

„Das ist eine Zerfaserung des Jugendamts. Ein Jugendamt findet dann nicht mehr statt“, sagte Volker Richter (SPD) am Donnerstag in einem Pressegespräch. Die Aufgaben würden sich mit dem Fachbereich Familie und Soziales (50) über drei Fachbereiche verteilen. Wegen der Überschneidungen wäre es sinnvoll, einen Fachbereich Jugendamt einzurichten. Dafür wollen SPD und BfGT eine Leitungsstelle beantragen. Die Kitas könnten auch als Abteilung, notfalls mit mehr Personal, gestärkt werden.

Organisationsentscheidungen lägen im Ermessen des Bürgermeisters, „aber wir bestimmen über den Stellenplan“, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Ostermann.

Der Fachbereich Jugend und Bildung sei schon bisher überlastet gewesen (Richter: „sportlich“). Deshalb dürfe er jetzt nicht auch noch mit dem Sport überfrachtet werden. Um den Sport zu stärken, wehren sich die Antragsteller dagegen, den gegenwärtigen Fachbereich Kultur und Sport aufzuspalten und den Sport als vorübergehend wieder eigenständigen Fachbereich in den Geschäftsbereich 3 zu überführen. Dort drohe der Sport im Zweifelsfall unterzugehen, sagte Ostermann.

Die geplante Überführung der Volkshochschule und der Stadtbibliothek in den Geschäftsbereich 4 des Beigeordneten Andreas Kimpel sei nicht schlüssig begründet, sagte Sylvia Mörs (BfGT). Es gebe viel mehr Überschneidungen mit dem Bereich Bildung.

BfGT-Fraktionschef Nobby Morkes beklagte die Informationspolitik des Bürgermeisters. Weder Jugendamtselternbeirat, Stadtschulpflegschaft und Stadtsportverband („30 000 Mitglieder“) noch die Fachausschüsse würden einbezogen. Die Politik sei nur im Februar im Ältestenbeirat informiert worden.

Gegen die Zusammenlegung der Fachbereiche Bauordnung und Stadtplanung haben SPD und BfGT nichts einzuwenden.

SOCIAL BOOKMARKS