Säugling nicht mehr in Lebensgefahr
Ein 40-jähriger Mann aus Gütersloh ist vorläufig festgenommen worden. Er wird verdächtigt, seinen fünf Monate alten Sohn schwer misshandelt zu haben.

Die Klinik habe die Polizei Bielefeld darüber informiert, dass das knapp fünf Monate alte Baby Verletzungen aufweise, die auf körperliche Misshandlungen hindeuteten, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bielefeld, der Mordkommission Bielefeld und der Polizei Gütersloh. Die ermittelnden Beamten suchten nach dem Hinweis aus der Klinik die Wohnung der 32 und 40 Jahre Eltern in Avenwedde auf. Nach ersten Ermittlungen und Aufnahme der Spuren am vermeintlichen Tatort habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den 40-jährigen Vater des Jungens verdichtet, teilte die Polizei mit.

Der Mann sei vorläufig festgenommen worden.  Am Dienstagabend wurde der Beschuldigte auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Misshandlung Schutzbefohlener.

Wann und von wem das Kind in die Klinik gebracht wurde, teilte die Polizei nicht mit. Weitere Details würden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht veröffentlicht, betonte Sprecherin Corinna Koptik.

„Uns ist die Familie bisher völlig unbekannt“, sagte Joachim Martensmeier, bei der Stadt Gütersloh Leiter des Fachbereichs Bildung, Jugend, Familie und Soziales auf Nachfrage der „Glocke“. Die zuständigen Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend und Familie prüften jetzt, ob es Anhaltspunkte zum Einschreiten gebe. In der Avenwedder Familie lebten noch weitere Kinder, sagte Martensmeier. Weitere Details wollte der Beigeordnete nicht nennen.

Auch von der Kinderklinik Bielefeld-Bethel gab es am Dienstag zunächst keine weiteren Informationen zu der mutmaßlichen Misshandlung und dem Gesundheitszustand des Kindes. Am Abend teilte die Polizei indes mit, dass für den Säugling nach Angaben der behandelnden Ärzte keine Lebensgefahr mehr bestehe.

SOCIAL BOOKMARKS