Sanierung der Stadthallenfassade deutlich teurer
Im April 2018 soll die energetische Fassadensanierung der Stadthalle beginnen - für schätzungsweise fünf Millionen Euro.

Gleichzeitig hat das Land über die Bezirksregierung mitteilen lassen, dass die Gesamtsumme nicht wie bislang angenommen zu 60 Prozent (bisher rund 2,1 Millionen Euro) gefördert wird, sondern schätzungsweise nur Mittel in Höhe von 650 000 Euro in den Stadtsäckel fließen werden. Dadurch erhöht sich der kommunale Eigenanteil an der Fassadensanierung deutlich.

Kredit zur Finanzierung

Das Geld soll voraussichtlich mit einem Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erbracht werden – vorausgesetzt, dass das Programm „energieeffizient bauen und sanieren“ dann noch angeboten wird. Das geht aus den aktuellen Unterlagen zum nächsten Kulturausschuss hervor. Er findet am Donnerstag, 13. Juli, wegen der gleich anschließenden Ratssitzung ausnahmsweise schon ab 16 Uhr im Ratssaal statt.

Innensanierung kostete sechs Millionen Euro

Dass die Fassade der Stadthalle konstruktiv abgängig ist und erneuert werden muss, darüber herrschte in der Vergangenheit in allen Parteien Konsens. Außer der BfGT stimmten auch alle Fraktionen dafür, die Münsteraner Architekten Hartig, Meyer und Wömpner mit der Fassadenerneuerung als drittem Sanierungsabschnitt zu beauftragen. In den ersten beiden Etappen war das Innere der Halle inklusive der beiden Säle für knapp sechs Millionen Euro saniert worden.

Steigende Baukosten

Dass die geplante energetische Erneuerung der Außenhaut nun deutlich teurer wird, liegt laut Verwaltung zum einen an den Kostensteigerungen im Baugewerbe, die sich seit 2012 ergeben haben, aber auch an aktuellen Veränderungen der Energiesparverordnung (EnEV) für Bestandsbauten sowie an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Um die Planungen voranzutreiben, einen Architektenvertrag abzuschließen und die Ausschreibungen vorbereiten zu können, damit die Fassade ab April 2018 saniert werden kann, sollen die Kulturausschussmitglieder die Ausgaben in Höhe von 5 Millionen Euro – je 2 Millionen Euro in den Jahren 2018/19 und 1 Million Euro in 2020 – absegnen. Die Betriebsleitung der Kulturräume will zudem mit der Bezirksregierung verhandeln, um Landesmittel aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zu bekommen. Sollten von dort Gelder fließen, werden sie umgehend in den Wirtschaftsplan 2018 eingestellt.

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