Schaden im Schacht am Südring
Einsatz: Michael Frohnert (links) und Michael Wiesmann vom THW kontrollierten die Pumpen. Bild: Scheffler

Ein Bruch des Mauerwerks inklusive des darunter liegenden Betonfundaments hat das Malheur verursacht. Auf einer Grundfläche von drei mal drei Metern müsse das gesamte Schachtunterteil erneuert werden, erklärt Ulrich Lichtenberg, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Bis auf weiteres bleibt der Südring zwischen der Wiedenbrücker und der Schledebrückstraße gesperrt.

Aufgefallen war der Schaden am Abend des Gründonnerstag (Die „Glocke“ berichtete). Der Rückstau des Schmutzwassers drohte für viele Haushalte eine Plage während der Osterfeiertage zu werden. Aber für Notfälle hat das THW einen Einsatzplan in der Schublade. Auch dann, „wenn es keiner gebrauchen kann“, wie Michael Frohnert im Rückblick auf Ostern schmunzelnd anmerkt. Immerhin stehen 40 Einsatzkräfte zur Verfügung, die durchwechseln. Ein Dutzend von ihnen folgte dem Hilferuf der Netzgesellschaft und legte mit Schläuchen einen „Bypass“ von einem Kanalanschluss vor der Schadensstelle hin zum übernächsten Schacht direkt vor der Wiedenbrücker Straße.

Seitdem wird das Schmutzwasser mit zwei Pumpen – jede schafft 800 Liter pro Minute – umgeleitet. Im Zweischichtbetrieb wachen jeweils zwei THW-Mitglieder Tag und Nacht darüber, dass alles läuft. Betrieben werden die Pumpen mit einem Notstromaggregat, wobei ein weiteres in Reserve steht. Parallel ist das Technische Hilfswerk bei der Kanalisation der Buxelstraße im Einsatz. „Das ist eine wertvolle Hilfe für uns. Ich finde den Einsatz des THW toll“, lobt der Leiter des Fachbereichs Tiefbau, Alfons Buske.

Um auch weiterhin den Durchfluss des Schmutzwassers zu gewährleisten, soll zunächst eine provisorische Abwasserdurchleitung hergestellt werden. Kummer, was schadhafte Wasserleitungen angeht, ist Buske gewohnt. Erst kürzlich musste an der Ecke Schulstraße/Moltkestraße repariert werden. Der jetzt betroffene Kanal stammt aus den 50er-Jahren und wurde zuletzt im Jahr 2005 geprüft – ohne Beanstandungen. Der Fachbereich Tiefbau schätzt, dass die Sanierung zwischen 30 000 und 40 000 Euro kosten wird.

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