Schenke will Supermarkt erweitern
Bild: Dinkels
Immer in Bewegung: Der Supermarkt an der Rhedaer Straße soll ausgebaut und damit für die Zukunft gesichert werden.
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Der Stadt liegt eine konkrete Anfrage vor. Weil für das Bauvorhaben der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan geändert werden müssen, befasst sich der Planungsausschuss damit in seiner Sitzung am Dienstag, 12. März (17 Uhr). Aus den Unterlagen gehen auch Details zu dem Vorhaben hervor. Geschäftsführer Reiner Schenke war am Donnerstag nicht zu erreichen.

Der bestehende Supermarkt soll in Richtung Nordosten bis zum Getränkemarkt erweitert werden. „Damit wird die vorhandene Baulücke entlang der Bahntrasse geschlossen und die bisher ungeordnete Freifläche einer städtebaulich sinnvollen Folgenutzung zugeführt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Nordwestlich der Markterweiterung soll eine neue Ein- und Ausfahrt geschaffen werden. Zusätzliche Stellplätze für Autos und Fahrräder sind geplant. Im Inneren des Gebäudes sollen Erschließungsflächen als Mall neu geordnet sowie Gastronomie und Produktionsbereiche erweitert werden.

Die Gesamtverkaufsfläche vergrößert sich von heute 2480 auf insgesamt 3415 Quadratmeter. Die reine Verkaufsfläche ohne Mall beläuft sich dann auf rund 2900 Quadratmeter.

Nach einem Gutachten des Büros Lademann und Partner (Hamburg/Düsseldorf) ist die Erweiterung städtebaulich und raumordnerisch verträglich und stimmt mit den Zielen und Grundsätzen des Landesentwicklungsplans überein. Die Bezirksregierung Detmold hat der Stadt Gütersloh im August vorigen Jahres mitgeteilt, „dass sie ihre zunächst geäußerten regionalplanerischen Bedenken aufgrund der besonderen Konzeption des Lebensmittelmarkts und der Ergebnisse der Einzelhandelsverträglichkeitsanalyse zurückstellt“, wie es in der Vorlage heißt. Sie habe ihre landesplanerische Zustimmung aber an die Bedingung geknüpft, dass das Vorhaben nicht über das Nutzungskonzept inklusive der maximalen Verkaufsfläche von 3415 Quadratmeter hinausgeht und die Vorgaben der Verträglichkeitsanalyse zu Flächengrößen und -aufteilungen im vorhabenbezogenen Bebauungsplan verbindlich verankert werden.

Im Zuge des Planverfahrens soll auch eine schalltechnische Untersuchung mit Blick auf das Wohnumfeld durchgeführt werden. Außerdem soll im Rahmen eines Verkehrsgutachtens geklärt werden, ob die Anbindung über die Rhedaer Straße leistungsfähig genug ist, um den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Das Einzelhandelsgutachten prognostiziert einen Umsatzzuwachs.

Markt 1977 eröffnet

Der Schenke-Markt an der Rhedaer Straße 43 ist 1977 eröffnet worden, damals mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern. 2006 wurde der Markt auf 2499 Quadratmeter Ladenfläche samt Weinkeller vergrößert. 2012 kam der Getränkemarkt in der ehemaligen Immobilie des abgewanderten Autohauses Thiel hinzu. Schenke hatte das rund 11 400 Quadratmeter große Gelände gekauft. Die ehemaligen Werkstatthallen wurden zu einem Getränkemarkt umgebaut. An der Straße ließ Schenke einen Neubau errichten, in den die Sparkasse mit ihrer Filiale eingezogen ist. 2013/14 wurde der Supermarkt an der Rhedaer Straße zuletzt umgebaut und renoviert.

Die Schenke-Gruppe verfügt über sechs Lebensmittelmärkte in Gütersloh (3), Bielefeld (2) und Harsewinkel (1) sowie zwei Getränkemärkte und den Biomarkt an der Carl-Bertelsmann-Straße. Im vergangenen November wurde der Schenkenhof an der Bielefelder Straße eröffnet. Im kommenden November will Geschäftsführer Reiner Schenke auf einem Teil des ehemaligen Wonnemann-Areals an der Hauptstraße in Rheda-Wiedenbrück einen 2900 Quadratmeter großen Markt eröffnen. Investor ist Burckhard Kramer.

Schenke war 1934 als Kolonialwarenladen gegründet worden. Der gleichnamige Lebensmittelmarkt im Gütersloher Bahnhof gehört nicht zur Gruppe, sondern Geschäftsführer Christian Schenke, einem Bruder von Reiner Schenke.

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