Schlange reicht über den Kolbeplatz
Bild: Dinkels
An mehreren Ständen wurden die alten Glühbirnen gegen LED-Lampen getauscht.
Bild: Dinkels

 „Gehofft haben wir es“, sagen Dr. Helga Jung-Paarmann, Vorsitzende der Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz im Kreis Gütersloh, und ihre Mitstreiterin Angelika Daum im Gespräch mit der „Glocke“. Rechnen konnte man damit nicht unbedingt. Denn wer weiß schon, welche Mengen noch in Gütersloher Kellern lagern.

Die Aktion dauert zwei Stunden. Für jede alte Glühbirne gibt es im Tausch eine energiesparende LED-Leuchte. 1000 Stück in verschiedenen Stärken und Gewindegrößen werden bereitgehalten. Sollten die nicht reichen, gibt es einen Gutschein, und die Leuchten werden später zugeschickt. Mit der Aktion wirbt ein Bündnis von lokalen Umweltorganisationen für den Klimaschutz.

Fast 150 Staats- und Regierungschefs werden an diesem Montag zum Beginn des Weltklimagipfels der Vereinten Nationen (UN) in Paris erwartet. Die globale Erwärmung gilt mehr noch als der Terrorismus als die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Klimakatastrophen drohen noch viel mehr Menschen zu Flüchtlingen zu machen.

„Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und wir sind mittendrin“, erklärt Jung-Paarmann. Es gehe nicht nur um ferne Südseeinseln. Von dem Gipfel erwarteten die Veranstalter konkrete Taten und Maßnahmen, die von Bund, Ländern und Kommunen zügig umzusetzen seien.

Die Umweltschützerin richtet sich aber auch an die Verbraucher: „Wir können unser eigenes Verhalten im Alltag so verändern, dass wir möglichst wenig Energie verbrauchen.“ Es gelte, das eigene Konsumverhalten zu überprüfen und das Auto auch mal stehenzulassen.

LED-Leuchten benötigen etwa 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Am Ende sind am Sonntag 5848 Glühbirnen zusammengekommen. Rechnerisch bezogen auf die Lebensdauer werden so laut Angelika Daum 2076 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart.

SOCIAL BOOKMARKS