Schüler bereiten Eminenz freudigen Empfang
Bold: Kottmann
Aus vollem Herzen: Seine Eminenz Mor Philoxenus Mattias Nayis und die syrisch-orthodoxen Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule singen gemeinsam aramäische Kirchenlieder.
Bold: Kottmann

Mit zahlreichen Rosen, einem großen Präsentkorb und syrisch-orthodoxen Kirchenliedern begrüßten die 71 Schüler syrisch-orthodoxen Glaubens ihren Erzbischof in der Elly-Heuss-Knapp-Schule. In der Aula der Realschule richteten Mor Philoxenos Mattias Nayis sowie Augin Yalcin und Adnan Mermertas von der Landeskoordinationsstelle der syrisch-orthodoxen Religionslehre NRW das Wort an die Schüler und suchten einen gemeinsamen Dialog – alles auf Aramäisch. Kein Problem für die Mädchen und Jungen, sind sie doch durch ihre Kultur und Religion mit der aramäischen Sprache vertraut.

Am Ende der gemeinsamen Feierstunde wurde jeder Schüler vom Erzbischof persönlich gesegnet und durfte das Kreuz des Geistlichen küssen. Auch Mor Philoxenos Mattias Nayis, der zuvor in der Anne-Frank-Gesamtschule und im Anschluss in der Geschwister-Scholl-Schule zu Gast war, zeigte sich erfreut über den Besuch. Mit einem gerahmten Zitat aus dem Matthäusevangelium bedankte sich der Geistliche beim Schulleiter für den Empfang. Als ehemaliger Leiter einer theologischen Fakultät wisse auch er, was Erziehung und Bildung bedeute. Letzterer werde auch beim syrisch-orthodoxen Christentum ein hoher Stellenwert beigemessen, wenn Bildung, Disziplin und Respekt die zentralen Werte der Religion ausmachten, so der Erzbischof. Umso mehr freue er sich über die Möglichkeiten, die die syrisch-orthodoxe Christen, anders als in ihren Ursprungsländern, in Gütersloh bekämen.

Bereits seit 17 Jahren ist der syrisch-orthodoxe Religionsunterricht fester Bestandteil des Angebots der Elly-Heuss-Knapp-Schule. „Wir sind eine bunte Schule mit vielen Kulturen“, sagte der Direktor Johannes Reckendrees, von dessen 515 Schülern 130 katholischen und 100 evangelischen, aber auch 100 muslimischen und 71 syrisch-orthodoxen Religionsunterricht erhalten. „Bei allem, was wir tun, ist es egal, welcher Ethnie oder Religion wir entstammen – das macht im alltäglichen Umgang miteinander keinen Unterschied“, betonte Johannes Reckendrees das friedliche und offene Miteinander an seiner Schule.

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