Schülerin erleidet schwere Verbrennungen

Nach Angaben der Mutter geht es dem Mädchen nach dem ersten Schock schon ein wenig besser. Die Familie kann am Tag danach allerdings nicht verstehen, dass die Schule nicht sofort den Notarztwagen gerufen hat. Stattdessen sei zunächst die Mutter angerufen worden. Anke Freytag, Leiterin der Hauptschule, erklärte am Donnerstag auf Nachfrage, dass alle Lehrkräfte nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätten. Der Unfall habe sich im Unterricht ereignet. Während die Lehrerin in der letzten Stunde etwas an die Tafel geschrieben habe, habe das Mädchen mit einer Flasche Haarspray oder Deo hantiert. „Die Lehrerin hat das nicht beobachtet“, erklärte Anke Freytag. Zur gleichen Zeit habe ein anderer Schüler ein Feuerzeug angezündet. Die Lehrerin hätte in diesem Augenblick eine Stichflamme gesehen und sofort eingegriffen. Nach den Angaben der Schulleiterin hätte sie dem Mädchen den brennenden Schal vom Hals gerissen und die Flammen gelöscht.

Entsetzt über die Folgen

Dann sei sie mit der Jugendlichen ins Sekretariat gegangen um dort Erste Hilfe zu leisten. „Wir haben gesehen, dass die Haare der Schülerin versengt und dass Ohr und Wange gerötet waren.“ Die Mutter sei benachrichtigt worden und zehn Minuten später in der Schule eingetroffen. „Es tut mir leid, dass die Verletzungen des Mädchens so schwer sind“, betonte Anke Freytag. Sie will die Schülerin selbst besuchen, wenn die Mutter damit einverstanden ist. Auch der Junge, der das Feuerzeug entzündet hat, sei entsetzt über die Folgen für seine Schulkameradin. Inzwischen ist auch die Polizei von dem Vorfall unterrichtet worden. In so einem Fall müsse ein Sachbearbeiter sich genau über den Ablauf informieren und prüfen, ob die Polizei weiter tätig werden müsse, sagte eine Sprecherin.

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