Schulbank mit Arbeitsplatz getauscht
Zeitungsberichte vorlesen und Gesellschaftsspiele spielen: Katja Hornberg-Dobra von der Pflegedienstleitung von Daheim freut sich über das ehrenamtliche Engagement von den Schülerinnen Tamara Lechner (links) und Luca Hornberg.

Vom Einräumen der Regale über kleine Büroarbeiten, handwerkliche Aufgaben und Gassi-Gehen mit dem Nachbarshund bis zum Umgang mit älteren Menschen sammelten die Schüler unterschiedliche Erfahrungen.

„Eigentlich macht man nicht viel, aber die älteren Menschen freuen sich total über jede kleine Geste“, zieht Tamara Lechner Bilanz. Die 14-jährige Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule hat einen Tag lang in der Kurzzeitpflege von Daheim verbracht. Essen anreichen, aus der Tageszeitung vorlesen, bei den Gymnastikübungen behilflich sein – viele kleine Aufgaben, bei denen die Neuntklässlerin das Pflegepersonal unterstützt hat.

Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler haben bei „Gütersloh engagiert“ in verschiedene Bereichen von Daheim reingeschnuppert.

„Der Schulalltag ist auf jeden Fall entspannter“, sagt Luca Hornberg. Sie ist zum zweiten Mal in der Einrichtung im Rahmen der Aktion „Gütersloh engagiert“ tätig und schätzt den Umgang mit den zum Teil dementen Senioren. „Man bekommt viel Dank von den Bewohnern zurück und wird sofort in die Gemeinschaft mit eingeschlossen“, erzählt die 15-jährige Schülerin des Städtischen Gymnasiums von ihrer Erfahrung aus dem Aufenthalt in der ambulanten Hausgemeinschaft.

„Ich finde das Projekt Gütersloh engagiert einfach nur toll – die Hemmschwelle wird gesenkt und das freiwillige Engagement trägt zu einem besseren Verständnis bei. Die Rückmeldungen aus allen Abteilungen waren durchweg positiv“, resümiert Katja Hornberg-Dobra von der Pflegedienstleitung von Daheim erfreut.

Außer der Einrichtung für ältere Menschen haben sich weitere Unternehmen, Institutionen und Privatleute beteiligt: Ob bei der Verkehrswacht des Kreises, der Stadtsparkasse, ob bei Unternehmen wie Pfleiderer und McDonalds oder bei Bekannten und Nachbarn – jeder Jobanbieter hat einen Teil zu dem sozialen Projekt beigetragen.

Mitgemacht haben die Geschwister-Scholl-Schule, die Anne-Frank-Gesamtschule, die Hauptschule Ost, das Evangelisch Stiftische Gymnasium, die Freiherr-vom-Stein Schule, die Elly-Heuss-Knapp Realschule, das Städtische Gymnasium, die Hauptschule Nord sowie die Hermann-Hesse-Schule. Die Hälfte der Spenden erhält jeweils die Schule, der andere Teil wird für einen sozialen Zweck verwendet. Über die Vergabe dieses Spendenteils, von dem Kinder und Jugendliche profitieren sollen, entscheidet das Jugendparlament.

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