Shalom kommt bei eisiger Kälte im Auto zur Welt
Damit sie nie wieder friert, überreichte Privatdozent Dr. Andreas Luttkus der kleinen Shalom Schlafsack, Mütze und Socken. Vater Unotidashe Masango und Mutter Rachel Masango freuen sich mit den Brüdern Mufaro (links) und Michael über das neue Familienmitglied. Bild: Elbracht

Das hat am Mittwoch die Klinik Gilead in Bethel mitgeteilt. Zu dem Zeitpunkt betrugen die Außentemperaturen minus 16 Grad. Kälte sei für Neugeborene sehr gefährlich, betont Privatdozent Dr. Andreas Luttkus. „Die Babys unterkühlen schnell. Dadurch kann es zur Mangeldurchblutung und zu Organschädigungen kommen.“ Als Shalom in der Klinik Gilead in Bethel ankam, hatte sie eine Körpertemperatur von nur noch 34 Grad – normal sind 36 bis 37 Grad. „Die Situation war aber noch nicht alarmierend“, sagt der Chefarzt der Gynäkologie im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld. Das kleine Mädchen wog bei der Geburt 3330 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Am Klinikeingang wurde die Familie aus Gütersloh von den Pflegekräften empfangen und das Baby in ein Wärmebettchen gelegt. Die Mutter hatte das Kind gut abgetrocknet und in eine dicke Jacke gewickelt. „Abtrocknen ist ganz wichtig, weil sonst der Wärmeverlust noch höher ist“, erklärt Luttkus. Er rät in so einer Situation, sich das Baby auf die nackte warme Haut zu legen und dann zuzudecken. Shalom, deren Namen übersetzt „Frieden“ heißt, hat ihren rasanten Start ins Leben gut überstanden.

Gesund und munter

„Sie ist fit wie ein Turnschuh“, freut sich der Arzt. Selbstverständlich sind auch Vater Unotidashe Masango (29 Jahre) und Mutter Rachel Masango (26 Jahre) froh, dass die ungewöhnliche Geburt so glimpflich abgelaufen ist und es ihrer Tochter gut geht. Und auch die großen Brüder, Mufaro und Michael, sind stolz auf ihre kleine Schwester, die ihr Leben auf so spektakuläre Weise begonnen hat.

SOCIAL BOOKMARKS