30 Covid-19-Infizierte im Krankenhaus
Foto: Steinecke
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh liegt bei 111,3.
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Im Kreis Gütersloh waren zum Stand Dienstag, 27. Oktober 2020, 0 Uhr, 3747 laborbestätigte Coronainfektionen erfasst. Das sind 32 mehr als am Montag. 3286 (Vortag: 3250) Personen gelten als genesen, 440 (444) als noch infiziert. 

Inzidenz steigt von 103,3 auf 111,3

Die Covid-19-Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner betragen für den Kreis Gütersloh 111,3 (103,3). Von den 440 noch infizierten Personen befinden sich 410 in häuslicher Quarantäne. 

Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 30 Patienten (24) stationär behandelt. Davon müssen, wie schon am Montag, zwei Personen intensivmedizinisch versorgt werden. Ein Patient (einer) wird beatmet. Seit Beginn der Pandemie sind im Kreis Gütersloh 21 Personen an oder mit Covid-19 gestorben. 

Landrat Adenauer: „Können keine großen Ausbrüche feststellen“

„Viele fragen uns dieser Tage, woher die exponentiell steigenden Zahlen bei den Infektionen kommen“, berichtet Landrat Sven-Georg Adenauer. „Fakt ist: Wir können keine großen Cluster, keine großen Ausbrüche feststellen. Die Zahlen steigen wie im ganzen Bundesland, wie in vielen Teilen der Republik sprunghaft an. Das Ansteckungsmuster ist diffus.“ 

„Viele Faktoren beeinflussen aktuelle Lage“

Adenauer warnt zudem vor einem weiteren starken Anstieg. „Was wir jetzt in der Statistik sehen, geht auf das Infektionsgeschehen von vor einer bis zwei Wochen zurück.“ Maßnahmen, wie sie landesweit nach dem Erreichen des Inzidenzwertes von 50 greifen, könnten derzeit noch gar keine Entfaltung zeigen und sich in den Zahlen ablesen. Auch weitere Faktoren wie beispielsweise das Ende der Herbstferien beeinflussen die aktuelle Lage.

Keine Maßnahmen des Kreises vor Gespräch von Kanzlerin und Ministerpräsidenten

„Nichtsdestotrotz: Wenn wir uns alle wieder an die AHA- plus L-Regeln halten, können wir den permanenten Anstieg noch stoppen“, appelliert Adenauer. Die Gefahr einer vollkommen unkontrollierten Verbreitung sei gegeben. Adenauer: „Um das nochmal klar zu stellen: Der Krisenstab des Kreises Gütersloh wird vor dem Gespräch zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten am Mittwoch, 28. Oktober, keine eigenen Maßnahmen für den Kreis Gütersloh festlegen.“

Borgholzhausen: Insgesamt 45 gemeldete Infektionsfälle seit März (Vortag 44); aktuell infiziert: 3 (Vortag: 4);  Todesfälle: 0.

Gütersloh: Infektionen insgesamt: 1130 (1124); aktuell infiziert: 179 (185); Todesfälle: 3. 

Halle: Infektionen insgesamt: 101 (102); aktuell infiziert: 14 (16); Todesfälle: 5. 

Harsewinkel: Infektionen insgesamt: 166 (165); aktuell infiziert: 20 (25); Todesfälle: 1. 

Herzebrock-Clarholz: Infektionen insgesamt: 181 (177); aktuell infiziert: 24 (21); Todesfälle: 0. 

Langenberg: Infektionen insgesamt: 112 (111); aktuell infiziert: 6 (7); Todesfälle: 0. 

Rheda-Wiedenbrück: Infektionen insgesamt: 1189 (1183); aktuell infiziert: 51 (49); Todesfälle: 0. 

Rietberg: Infektionen insgesamt: 236 (231); aktuell infiziert: 41 (40); Todesfälle: 0. 

Schloß Holte-Stukenbrock: Infektionen insgesamt: 121 (119); aktuell infiziert: 21 (21); Todesfälle: 1. 

Steinhagen: Infektionen insgesamt: 112 (109); aktuell infiziert: 18 (17); Todesfälle: 8. 

Verl: Infektionen insgesamt: 222 (219); aktuell infiziert: 38 (36); Todesfälle: 0. 

Versmold: Infektionen insgesamt: 80 (79); aktuell infiziert: 10 (10); Todesfälle: 0. 

Werther: Infektionen insgesamt: 52 (51); aktuell infiziert: 15 (14); Todesfälle: 3.

Seit Montag, 19. Oktober 2020, ist der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Seitdem befindet sich der Kreis Gütersloh in der Gefährdungsstufe 2 per Allgemeinverfügung.

Diese trat am Dienstag, 20. Oktober 2020, in Kraft und basiert auf den festgelegten Maßnahmen des Landes NRW. Demnach gelten folgende Regelungen: 

- Bei Veranstaltungen sind sowohl drinnen als auch draußen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu. 

- Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig. 

- An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. 

- In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Die Allgemeinverfügung gilt, solange bis die Inzidenzzahl sieben Tage lang unter 50 liegt.

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