Skater bekommen eine neue Anlage
Bild: Dinkels
Bei strömendem Regen bauten (v. l.) Andreas Schützenberger (Firma IOU-Ramps) sowie die Skater Rouven Lüer (21), Carlo Brummel (20) und Hendrik Ribbe (21) am Mittwoch auf dem Skaterplatz am Bahndamm die Miniramp auf. Die Konstruktion besteht aus Lärchen-Brettern und wird mit Kunststoffplatten belegt. Zwei der Helfer kommen aus Rheda-Wiedenbrück, weitere sind beteiligt.
Bild: Dinkels

Vor eineinhalb Jahren im Frühjahr 2013 war die alte Anlage abgebaut worden, weil sie marode und nicht mehr sicher war. Seither pendeln die Gütersloher Skater nach Bielefeld oder Rietberg oder die Jugendlichen treffen sich auf dem Theatervorplatz und an anderen Stellen in Gütersloh, wo sie eigentlich nicht erwünscht sind. Ein vergleichbares Angebot gibt es nicht in der Stadt. Eine früher genutzte Anlage in Blankenhagen ist nicht mehr befahrbar.

Daher war es schon länger das Ziel der Verwaltung, die Anlage wieder herzurichten. Es habe auch immer wieder Anfragen von Jugendlichen gegeben, wann das denn geschehe, sagte Andreas Reinhold, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendförderung im Fachbereich Jugend und Bildung, am Mittwoch der „Glocke“. Allerdings habe der Stadt wegen der Bestrebungen zur Konsolidierung des Haushalts das Geld gefehlt, die Anlage wieder zu bestücken.

Die Mittel stehen jetzt mit der großzügigen Spende von Peter Zinkann zur Verfügung. 250 000 Euro hatte der frühere Miele-Geschäftsführer der Stadt vergangenes Jahr zu seinem 85. Geburtstag für die Förderung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Zinkann damals: „Wir haben die Aufgabe, für sie die Wege in eine gute Zukunft zu ebnen.“ 51 000 Euro fließen in den Neubau der Skater-Anlage.

Mit 4000 Euro hatten bereits Abbau und Entsorgung der früheren Einrichtung zu Buche geschlagen. Die Teile landeten im Sperrmüll.

Nach dem Worten von Reinhold sind die Nutzer in die Planung für den Wiederaufbau einbezogen gewesen. Am vergangenen Samstag hätten sie auch schon mit Hand angelegt, als es darum gegangen sei, den Platz zu reinigen, Bäume und Sträucher im Umfeld zu beseitigen und Müll wegzuräumen. Aufgebaut wird die Anlage von der Passauer Herstellerfirma IOU-Ramps. Die Arbeiten haben am Montag begonnen. Andreas Schützenberger ist allein nach Gütersloh gekommen. Beim Aufbau wird er von den künftigen Nutzern tatkräftig unterstützt.

Zum Paket gehört eine sogenannte Miniramp mit einem ergänzenden Bauteil. Eine kleine Rampe mit dem Namen „Rooftop“ (wie eine Dachspitze) wird in der Mitte des Platzes aufgestellt. Hinzu kommt noch eine „Funbox“ mit einer sogenannten „Hip“ obendrauf (ein Plateau mit einer kleinen Rampe). Außerdem werde die Schließanlage erneuert und eine Wand noch mit Graffiti gestaltet, sagte Reinhold.

Eröffnung am 18. September

Für Samstag, 18. Oktober, 15 Uhr, ist die Eröffnung geplant, und auch der Spender und Ehrenbürger Zinkann soll dazu eingeladen werden. Wahrscheinlich werde der Platz schon ein paar Tage früher fertig sein, so Andreas Reinhold. Eigentlich ist die Saison für die Skater bereits vorbei. Sie dauert je nach Witterung von Februar bis Oktober. Der Skaterplatz soll aber offengehalten werden, so lange es die Witterung erlaubt. Die Bauteile sind wetterbeständig und werden im Winter auf dem Platz belassen.

Die Öffnungszeiten lehnen sich laut Reinhold an die Zeiten des Jugendzentrums nebenan an. Dessen Mitarbeiter und Honorarkräfte übernehmen die Schlüsselgewalt. Genau stünden die Zeiten noch nicht fest. Früher hatten sich auch sogenannte Skatescouts um die Pflege der Anlage gekümmert. Im Frühjahr soll der Betrieb dann wieder richtig losgehen. Reinhold: „Wir gehen davon aus, dass sich der Theatervorplatz für die Skater erübrigt, wenn der Skaterplatz eröffnet wird.“ Weil sich die Skater-Szene teilweise mit jener der BMX-Fahrer mische, könne die Anlage auch von ihnen genutzt werden.

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