Spender drängeln sich am Nordbad
Bild: Steinecke
Katja Paravicini von der DLRG gehörte zu den eifrigen Helfern, die am zweiten Weihnachtstag am Nordbad Spenden und Geschenke für die „Hüttis Balkanhilfe“ entgegennahmen.
Bild: Steinecke

 So wie die Neunjährige unterstützten am zweiten Weihnachtstag wieder zahlreiche Spender die Aktion „Kinder helfen Kindern“, mit der notleidende Kinder und deren Familien im rumänischen Satu Mare unterstützt werden.

Dabei hätten Alicia Fiekens und Siegfried Maasjost die Aktion beinahe vergessen. „Wir lagen gemütlich auf dem Sofa“, schmunzelt Maasjost. Als sie am Nordbad ankamen, waren drei von insgesamt fünf Lastwagen schon auf die Reise geschickt worden. Die restlichen zwei wurden noch beladen von der DLRG, der freiwilligen Feuerwehr Spexard und „Hüttis Balkanhilfe“, die mit je acht Helfern im Einsatz waren.

„Um 14 Uhr müssen auch wir los, sonst schaffen wir das nicht mehr bis Würzburg“, schniefte Günter Hüttenhölscher in sein Taschentuch. Trotz einer schweren Erkältung, ließ es sich der Vorsitzende der Balkanhilfe nicht nehmen, den mittlerweile 94. Transport zu begleiten. Schließlich organisierte er im Vorfeld auch das Beladen der Transporter, unter anderem mit Lebensmitteln im Wert von 10 000 Euro, die er von Spendengeldern eingekauft hatte.

„Für mich ist das ein besseres Gefühl. Da muss ich nicht betteln gehen, und die Firmen bekommen auch etwas“, bedankte sich „Hütti“ bei den Unternehmen, die immer noch zusätzlich etwas draufpacken. Vier Tonnen Mehl, zwei Tonnen Speck sowie Nudeln gehören zu den am dringendsten benötigten Gütern. Zudem bereichert Weihnachtsgebäck, das zum Teil von der Bäckerei Schulte gestiftet wurde, den Transport.

Gestern kamen noch Kinderspielzeug und Kleidungsstücke dazu. Aber auch Bargeld wurde abgegeben – für die Rückfahrt. 3000 Kilometer beträgt die Fahrstrecke. Die von den Unternehmen zur Verfügung gestellten Fahrzeuge sind zwar vollgetankt, doch für die Rückreise reicht der Kraftstoff nicht. Rund 600 Liter müssen zugetankt werden. Die ersten drei Lastwagen werden am heutigen Abend in Satu Mare erwartet, die Nachhut am morgigen Freitag. Nach dem Abladen treten die Fahrer sofort die Rückreise an – um Silvester wieder in Gütersloh einzutreffen.

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