Spexard hat wieder einen Hausarzt
Allgemeinmediziner Pascal Czekala mit seinem Team (v.l.) Antje Meyer, Sonja Klassen, Regina Mai und seinem Vorgänger Dr. Reinhold Bernhörster

 „Ich wollte immer als Allgemeinmediziner arbeiten“, erklärt der 36-Jährige. Die fast 300 Quadratmeter große Praxis von Dr. Reinhold Bernhörster kommt dem Arzt, der zuletzt bei Dr. Frieder Großkraumbach als Weiterbildungsassistent arbeitete, gerade recht. Seit Anfang des Monats ist Pascal Czekala Facharzt für Innere- und Allgemeinmedizin und steckt voller Tatendrang. Mit seinen Mitarbeiterinnen Antje Meyer (30), Sonja Klassen (26) und der Auszubildenden Regina Mai (22) ist er ab 1. Juni für die Menschen in Spexard im Einsatz.

Langer Arbeitstag

Blutdruck messen, Lunge abhören, aufmerksam zuhören, wo es wehtut und welche Zipperlein den Patienten plagen, diese Arbeiten und viele mehr werden dann den Alltag des Mediziners bestimmen. „Wir haben zuletzt rund 1900 Patienten aus Spexard versorgt“, erzählt Dr. Reinhold Bernhörster, der die Praxis 1983 an der Bonifatiusstraße eröffnet hat. Im vergangenen Jahr hat er einen Nachfolger gesucht – zunächst vergeblich. „In einer Praxis wie dieser ist ein Arbeitstag lang“, erinnert sich Bernhörster. Nicht selten sei er von 7 bis 21 Uhr im Einsatz gewesen. Czekala schreckt diese Aussicht nicht. „Ich weiß ja, auf was ich mich hier einlasse.“ Seine Frau Maike ist ebenfalls Ärztin an der LWL-Klinik in Gütersloh. Sie und die drei Söhne müssen sich wohl darauf einstellen, den Mann und Vater selten zu sehen. Maike Czekala sieht das gelassen. „Es wird sich zeigen, wie unser Alltag mit der neuen Praxis aussieht.“

Patienten warten schon

Die Spexarder Bürger freuen sich offensichtlich, endlich wieder einen Allgemeinmediziner im Ortsteil zu haben. „Als ich mich in der Apotheke vorgestellt habe, haben das einige Kunden mitbekommen“, erzählt Czekala schmunzelnd. „Die sind auf mich zugestürzt und haben mich gefragt, ob ich der neue Arzt sei.“ Ob auch am kommenden Mittwoch die Patienten in die Praxis strömen, wird sich zeigen. „Ich denke, es wird sich erst nach und nach herumsprechen, dass wir hier sind“, sagt Czekala. „So haben mein Team und ich auch ein wenig Zeit, uns aufeinander einzuspielen.“

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