Sporthalle ist der Star des Wettkampfs
Bild: Dünhölter
Eine gute Sicht hat man von der Tribüne in die einzelnen Bereiche der Halle.
Bild: Dünhölter

Am Mittwoch wurde die neue Sporthalle an der Bismarckstraße erstmals von Schülern des Städtischen Gymnasiums zum Schulsport genutzt. Einen Tag später bestand die Sportstätte auch die erste Feuertaufe mit Bravour. 150 Schülerinnen von 17 Schulen aus ganz NRW ermittelten im Rahmen des „Landessportfests der Schulen“ in zwei Altersklassen die Landesmeister in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Jeweils fünf Turnerinnen bildeten eine Mannschaft. Die vier höchsten Wertungen an jedem Gerät zählten für das Teamergebnis. Obwohl sie alle für ihre jeweiligen Schulen starteten, hatte das Gros der 11- bis 17-Jährigen das gymnastische Rüstzeug in Vereinen gelernt. Im Kreis Gütersloh beim TuS Friedrichsdorf, dem GTV und dem TV Isselhorst.

Heimlicher Star des dreistündigen Wettkampfs war die Sporthalle. Während der 35-Sekunden-Darbietungen der Turnerinnen setzten wahre Schülerwanderungen ein. Etliche Lehrer ergriffen die Gelegenheit, um mit ihren Schülern während des Unterrichts einen Rundgang in der Halle zu unternehmen, die direkt an den Schultrakt angebunden ist. Dicht an dicht standen und saßen die Jungen und Mädchen über der Fläche, die bald ihnen gehört.

Das Städtische Gymnasium teilt sich die Halle während des Unterrichts mit der Elly-Heuss-Knapp-Realschule sowie der Altstadt-Grundschule. Abends sowie an den Wochenenden steht die Halle den Vereinen zur Verfügung. Unter anderem trägt der Handball-Verbandsligist HSG Gütersloh seine Heimspiele demnächst – statt in der „Hölle Nord“ – an neuer Wirkungsstätte aus.

Wie viele seiner Kollegen war auch Ralf Stüssel, Sportlehrer am Städtischen Gymnasium, hin und weg: „Gestern der erste Schulsport, heute der erste offizielle Wettkampf. Die Halle ist ein Traum, sie hilft uns in Sachen Unterricht weiter.“

Diese Meinung teilte auch eine Expertin. Als langjährige Gau-Turnwartin und Stützpunktleiterin für Rhythmische Sportgymnastik hat Margret Neumann Hunderte von Sporthallen gesehen. Ihr erster Eindruck war überwältigend: „Ich bin schlichtweg begeistert. Die kleinen Bänke und Sitzgelegenheiten überall, die Umkleiden, es ist einfach toll. Wer werden mit Sicherheit versuchen, hier die eine oder andere Veranstaltung zu realisieren.“

Besonders gut gefiel Margret Neumann, deren Schülerinnen für vier Schulen antraten, die Akustik. „Die Akustik ist einsame Spitze. Davon können sich viele andere Hallen eine Scheibe abschneiden“. Eine offizielle Einweihung des 3,8 Millionen Euro teuren Neubaus mit Programm ist für den 21. Juni vorgesehen.

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