Staatssekretärin besucht Bürgerverein
Bild: Frielinghaus
Trafen sich im Stadtteil Blankenhagen zum Gespräch: (v. l.) der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (CDU), die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW Andrea Milz (CDU) und die Vorsitzende des Bürgervereins Blankenhagen Ursula Höffer.
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Bevor sie dem Jugendmusikkorps Avenwedde und dem Kreissportbund einen Besuch abstattete, machte sie einen Abstecher zum Bürgerverein Blankenhagen. Den Verein hatte der Gütersloher Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (CDU) bewusst für einen Besuch der Staatssekretärin vorgeschlagen: „Der Ortsteil Blankenhagen ist aufgrund seiner multikulturellen Bevölkerungsstruktur sicherlich nicht unproblematisch. Der Bürgerverein ist deshalb ein tolles Beispiel für ehrenamtliches Engagement.“

Viele Baustellen im Ortsteil

In Blankenhagen gibt es viele Baustellen. Was aber oft viel schwerer wiege, seien die Vorurteile gegen den Ortsteil, erklärte Ursula Höffer, die seit mehr als zwei Jahrzehnten Vorsitzende des ausschließlich durch Ehrenamtliche geführten, überparteilichen und nicht konfessionsgebundenen Vereins ist. Seit 40 Jahren verfolgen die Mitglieder das Ziel, die allgemeine Lebensqualität in der einst beschaulichen Bauerschaft Blankenhagen zu verbessern. Sie sind bemüht, den Kontakt zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen herzustellen – was manchmal nicht leicht ist. Die Ehrenamtlichen stoßen ständig auf neue Hürden, haben aber auch schon vieles geschafft. Ein Beispiel dafür ist der Kauf der entweihten Jakobuskirche, die zum Bürgertreff umgebaut werden soll.

Andrea Milz beeindruckt von der Arbeit der Ehrenamtlichen

Von der Entschlossenheit der Ehrenamtlichen zeigte sich Staatssekretärin Milz beeindruckt. „Ich bin sicher, dass ihre Arbeit fruchtbar sein wird. Irgendwann werden die Bürger mit stolz sagen ‚Ich bin Blankenhagener‘.“ Außerdem hatte Milz noch einen Ratschlag parat. Um die Problematik der Gewinnung neuer und jüngerer Mitglieder voranzutreiben, riet sie den Ehrenamtlichen, regelmäßige Angebote mit Multiplikatoren unterschiedlicher Kulturen zu schaffen. Denn abgesehen von generellen Nachwuchsproblemen beklagten die Ehrenamtlichen auch, dass kaum ausländische Mitbürger im Bürgerverein aktiv seien. Milz begründet das damit, dass in vielen Kulturen Ehrenamt keine Rolle spiele: „Entweder es kümmert sich der Staat oder niemand.“

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