Stadt Gütersloh sucht Mitarbeiter
Teile der Stadt Gütersloh spiegeln sich im verglasten Foyer des Rathauses: Um den stetig steigenden Ansprüchen unter anderem in der Flüchtlingsbetreuung gerecht zu werden, benötigt die Stadtverwaltung deutlich mehr Personal.

Damit sollen in der Verwaltung insgesamt 66 neue Stellen geschaffen werden. Die Ergänzungsvorlage ist am Dienstagabend Thema im Hauptausschuss.

Bisher waren im Stellenplanentwurf für 2016 knapp 50 aufgeführt. „Mit dieser Ergänzung wird die Lebensrealität abgebildet“, sagt Dr. Markus Kremer, Leiter des Fachbereichs Personal und Organisation sowie des Referats des Rats und des Bürgermeisters.

Wie berichtet, steigt seit einiger Zeit die Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten. „Dabei geht es nicht nur darum, Kinder von Flüchtlingsfamilien zu betreuen“, betont Kremer. Die Zahl der Geburten steige. Und zudem würden von den Eltern immer häufiger längere Betreuungszeiten genutzt. Aus diesen Gründen sollen ab dem Kindergartenjahr 2016/17 sieben Fachkraft- und sechs Ergänzungskraftstellen in den städtischen Tageseinrichtungen zusätzlich beschäftigt werden. Für das Jahr 2017 bedeutet das um 710.000 Euro höhere Personalkosten, für die Monate August bis Dezember 2016 anteilig rund 295.000 Euro.

Zwei weitere Stellen sind für die Gemeinwesenarbeit in Blankenhagen vorgesehen. Der Planungsausschuss hat bereits beschlossen, dass zwei Sozialarbeiter eingesetzt werden sollen. Immer vorausgesetzt, es gibt die Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent aus dem Landesprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“. „Wir erwarten eine Zusage für die kommenden Wochen“, sagt Kremer.

Mehrkosten durch Flüchtlinge

Auch die Erweiterung des Projekts „Rockzipfel“ für Flüchtlingskinder und deren Mütter als Vorkindergarten-Gruppe erfordert zwei halbe Betreuungsstellen. Kosten: im laufenden Jahr 27.000 Euro, im kommenden Jahr 54.000 Euro. Auch hier soll es eine Förderung des Landes in Höhe von 80 Prozent geben.

Eine weitere Stelle wird für den Bereich Leistungen für Asylbewerber benötigt. „Das ist eine einfache Rechnung“, erklärt Kremer. „Erhöhte Fallzahlen – erhöhter Verwaltungsaufwand.“ Für 2017 würde das Mehrkosten in Höhe von 59.800 Euro mit sich bringen, für das laufende Jahr 29.900, weil die Stelle erst ab Juni besetzt werden kann.

Zusammen mit einer Umwandlung einer bereits im Stellenplanentwurf enthaltenen Position in eine höhere Entgeltgruppe belaufen sich die zusätzlichen Personalkosten in der Verwaltung damit auf knapp eine Million Euro. Der Hauptausschuss wird in seiner Sitzung am Dienstagabend über den Vorschlag der Verwaltung beraten.

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