Stadt baut Unterkünfte für fünf Millionen Euro
Bild: Bojak
Zeigten Perspektiven auf, wie die Verwaltung mit der Zuweisung von weiteren Flüchtlingen umgehen will: (v. l.) Kämmerin Christine Lang, Sozialdezernent Joachim Martensmeier und Bürgermeister Henning Schulz.
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Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen soll am 17. Dezember der Bereitstellung zusätzlicher Mittel im Haushalt zustimmen.

Langfristige Planung kaum möglich

„Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation“, erklärt Bürgermeister Henning Schulz (CDU) am Dienstag in einem Gespräch über Perspektiven zur Aufnahme von Flüchtlingen für 2016. „Langfristige Planungen sind kaum möglich. Wir müssen jeden Tag neu schauen, vor welche Herausforderung wir gestellt werden.“ Die Entscheidung, auch die Sporthalle der Hauptschule Nord als Unterkunft einzurichten, sei innerhalb weniger Tagen gefallen und umgesetzt worden, führt Schulz als Beispiel an. „Oft steht am Morgen ein Bus mit Asylsuchenden vor dem Rathaus und meine Mitarbeiter müssen einen Platz für diese Menschen finden“, ergänzt Sozialdezernent Joachim Martensmeier.

Arbeit mit prognostizierten Zahlen

Um handlungsfähig zu bleiben, hat die Verwaltung ein Konzept mit den vom Bund prognostizierten Zahlen erarbeitet. Danach werden für 2016 rund eine Million Flüchtlinge in Deutschland erwartet. „Wir rechnen damit, dass Gütersloh insgesamt etwa 1600 Männer, Frauen und Kinder zugewiesen werden“, erläutert Schulz. Im ersten Quartal seien also Unterkünfte für etwa 400 Menschen bereitzustellen.

Zehn Standorte werden geprüft

Der Bedarf an zusätzlichen Wohnraum sei nicht über Anmietung oder Kauf von Immobilien zu decken. Auch auf die Initiative privater Investoren wolle sich die Stadt nicht verlassen. Wohnungen, die bisher noch von Angehörigen der britischen Streitkräfte genutzt würden, stünden frühestens Anfang 2017 zur Verfügung. „Wir müssen selbst bauen“, betont Schulz. Er betont, dass es auch darum gehe, insgesamt bezahlbaren Wohnraum im Stadtgebiet zu schaffen. Zehn Standorte werden geprüft. Die Grundstücke gehören der Stadt und sind baurechtlich für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften zugelassen.

Mehr zu den Standorten und zur Finanzierung lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der „Glocke“ vom 9. Dezember 2015

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