Stadt identifiziert 39 Wohnbauflächen
Bild: Dinkels
An der Sundernstraße sieht die Stadt großes Potenzial für Wohnbauflächen. Dort waren sich die Eigentümer bisher nicht einig.
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In einer Vorlage für die nächste Sitzung des Planungsausschusses werden sie vorgestellt. Die Politik muss nun über das weitere Vorgehen entscheiden.

Im Sommer 2019 hat der Rat die Strategie zur Wohn- und Baulandpolitik beschlossen. Ziel: Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, um dem prognostizierten Defizit von 6000 bis 7000 Wohnungen bis zum Jahr 2035 zu begegnen. Außer den Säulen „Steuerung über Eigentum“ und „Neuregelung der Art der Bebauung“ ist darin als weitere Säule die „Mobilisierung von ruhenden Flächen“ benannt.

Stadtbaurätin Nina Herrling legt das Ergebnis der Flächen-Prüfung vor.
„In den vergangenen Monaten hat die Stadt zunächst alle Flächen identifiziert, die aufgrund ihrer aktuellen Darstellung im Flächennutzungsplan für eine potenzielle Wohnbauentwicklung in Frage kommen“, erklärt Stadtbaurätin Nina Herrling in einer Mitteilung. Um eine nachvollziehbare, für eine Wohnbebauung städtebaulich vertretbare Größenordnung zu definieren, wurden Flächen näher untersucht, die größer als 0,5 Hektar sind. Auf diese Weise wurden 39 Flächen mit insgesamt 85 Hektar im gesamten Stadtgebiet ermittelt.

Eine Priorisierung sei bisher bewusst nicht vorgenommen worden, so Herrling, weil sich alle diese Flächen grundsätzlich für eine Wohnbauentwicklung eignen würden. Die Verwaltung schlägt daher vor, die „faktische Realisierbarkeit“ zum entscheidenden Kriterium für eine Mobilisierung der Flächen zu machen. Dazu seien erste Gespräche mit den Eigentümern geführt worden, die sich direkt nach dem Ratsbeschluss bei der Verwaltung gemeldet hatten.

Nun sollen die Eigentümer, mit denen bisher keine Gespräche geführt worden sind, kontaktiert werden. Inhalt: Information über die beschlossene Baulandstrategie und Gesprächsangebot durch die Stadt. Auch ein Informationstermin für die Grundstückseigentümer ist laut Herrling geplant, der ebenfalls Gelegenheit zu Einzelgesprächen bieten soll.

Herrling: „Ziel ist es, den Weg zu mehr Wohnraum zusammen mit den Eigentümern zu gehen.“ Sie macht aber auch deutlich, dass der Ratsbeschluss zur Baulandstrategie auch „Phase III“ enthält: den möglichen Entzug von langjährig nicht genutzten Baurechten. Das bedeutet: Wenn jahrelang nicht gebaut wurde, könnten Areale auch wieder zu landwirtschaftlichen Flächen zurückgestuft werden.

Mit den Schritten, die der Ausschuss beschließen soll, soll dieser Weg vermieden werden. Die nächsten Monate sollen für Gespräche und Information genutzt werden. Darüber hinaus will die Verwaltung kurzfristig auch das Thema „Nachverdichtung“ – ebenfalls Teil der beschlossenen Baulandstrategie – mit konkreten Vorschlägen in die politische Diskussion einbringen. Quartalsweise soll der Ausschuss über den Fortschritt der Baulandmobilisierung informiert werden.

Der Planungsausschuss tagt am Dienstag, 21. Januar, ab 17 Uhr im Ratssaal.

Die identifizierten Flächen

Flächen mit Bebauungsplan

Händelstraße: 0,67 Hektar.

Lilienstraße/Krokusweg: 0,6 Hektar.

Avenwedder Straße/Tobiasweg: 3,3 Hektar.

Strangmühlenstraße: 0,67 Hektar.

Theresienweg/Astridstraße: 0,76 Hektar.

Berensweg/Helmholtzstraße/ Schrödingerweg: 0,456 Hektar.

Elbrachtsweg/Hardenbergstraße: 1,9 Hektar.

Karoline-Zwiener-Straße: 0,57 Hektar.

Im Westenkamp/Im Möllenkamp: 2,9 Hektar.

Alte Buschstraße: 1,07 Hektar.

Linteler Straße/Neuenkirchener Straße: 2,94 Hektar.

Rothaarweg: 0,88 Hektar.

Ossietzkystraße/Böhmerwaldstraße: 0,89 Hektar.

Brockweg/Brüningsweg: 0,64 Hektar.

Brockweg/Westfalenweg: 3,16 Hektar.

Kiefernstraße/Buxelstraße: 1,05 Hektar.

Loerpabelsweg: 0,52 Hektar.

Am Kreuzkamp: 0,9 Hektar.

Flächen ohne Bebauungsplan

Fasanenweg: 0,74 Hektar.

Friedrichsdorfer Straße/Marderweg: 4,02 Hektar.

Nordhorner Straße: 11,4 Hektar.

Brombeerstraße/Osnabrücker Landstraße: 1,76 Hektar.

Avenwedder Straße: 0,89 Hektar.

Immelstraße: 6,71 Hektar.

Auf der Horst: 2,59 Hektar.

Sundernstraße: 10,13 Hektar.

Oststraße: 1,88 Hektar.

Franz-Grochtmann-Straße: 2,13 Hektar.

Franz-Grochtmann-Straße/Am Hüttenbrink: 2,49 Hektar.

Eichenallee/Südring/Kattenstrother Weg: 2,84 Hektar.

Orionweg: 3,12 Hektar.

Auf‘m Eickholt: 1,86 Hektar.

Auf dem Stempel/Im Fenne: 7,73 Hektar.

Nördlich Auf dem Stempel: 3,66 Hektar.

Pavenstädter Weg: 1,35 Hektar.

Gronewegstraße: 4,32 Hektar.

Flächen mit Änderung des Flächennutzungsplans

Auf der Haar / Elbrachtsweg: 0,79 Hektar.

Osningstraße: 1,19 Hektar.

Alle Unterlagen und Flächenbeschreibungen finden sich im Ratsinformationssystem der Stadt Gütersloh: www.guetersloh.de

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Stadtbaurätin Nina Herrling legt das Ergebnis der Flächen-Prü fung vor.
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