Stadt kauft 20 Häuser in bester Lage
Bild: Dinkels
Zum 1. April gehen die Häuser zwischen der Alsen- (Bild) und Gutenbergstraße in das Eigentum der Stadt Gütersloh über. Sie sollen für einen Quadratmeterpreis von etwa 5,50 Euro zeitnah vermietet werden.
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Sie liegen zwischen der Alsen- und der Gutenbergstraße in bester Lage nahe der Stadthalle. Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte stehen sie leer. Laut einer Mitteilung der Stadt befinden sie sich in einem guten Zustand. Die Häuser stammen von 1950 und waren von britischen Offizieren mit ihren Familien bewohnt worden.

Die Gebäude haben eine Fläche von jeweils 180 Quadratmetern und sind damit recht groß. Nach Angaben von Rainer Venhaus, Leiter des städtischen Fachbereichs Immobilienmanagement, hatte die Stadt im vergangenen Jahr von den Verkaufsabsichten des Eigentümers erfahren. Auf der Immobilienmesse Expo Real in München seien weitere Gespräche für einen Ankauf geführt worden. Dort hatte die Stadt Gütersloh gemeinsam mit Bielefeld und Paderborn sowie der OWL GmbH einen Stand.

In seiner Dezember-Sitzung hat der Stadtrat dem Kauf der Häuser in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt. Maßgabe: Es soll bezahlbarer Wohnraum gerade auch für größere Familien geschaffen werden.

Auf 180 Quadratmetern böten die Häuser genügend Platz. Sie ließen sich bei Bedarf und ohne großen Aufwand auch in kleinere Wohneinheiten – zum Beispiel zweimal 90 Quadratmeter – aufteilen, wie Venhaus berichtet. Weil der Mietpreis bei rund 5,50 Euro je Quadratmeter gehalten werden solle, habe der Rat ausdrücklich zugestimmt, dass die Modernisierung nach einfachen Standards erfolgt.

„Uns geht es in diesem Fall vorrangig darum, Personen und Familien ein Angebot zu machen, die es auf dem privaten Wohnungsmarkt eher schwer haben, also Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein, wie sie zum Beispiel bei der städtischen Wohnraumvermittlung registriert sind“, erklärt Venhaus. „Wenn wir in größerem Umfang sanieren würden, wäre ein so günstiger Mietpreis nicht zu halten.“

Nach Aussage der Verwaltung hat das Geld für den Kauf der Gebäude im Haushalt bereitgestanden, weil ohnehin ein Kauf von Wohnungen von der Bima geplant war. Dazu ist es aber bisher nicht gekommen, auch wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen. Wie die Stadt noch einmal bestätigt, hat die Bundesanstalt bekannt gegeben, „ihre Immobilien zunächst in Eigenregie zu vermieten“.

Die Stadt nennt in ihrer Mitteilung weder den Verkäufer noch den Preis, den sie gezahlt hat. Einem unbestätigten Bericht zufolge soll es sich um einen Investmentfonds handeln und der Kaufpreis bei rund sieben Millionen Euro liegen. Damit läge der Preis je Quadratmeter Wohnraum – einschließlich der Grundstücke – bei knapp 1950 Euro.

Die Beurkundung erfolgte am 20. Dezember. In den Besitz der Stadt gehen die Gebäude formal am 1. April über. Eine Modernisierung sei nicht nötig, so Venhaus. Die Vermietung solle zeitnah erfolgen. Bei der Stadt sind mehr als 2000 Wohnungssuchende registriert.

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