Stadt sagt alle Veranstaltungen ab
Bild: Bojak
Erläuterten das Vorgehen der Stadt Gütersloh: (v. l.) die Erste Beigeordnete Christine Lang, Bürgermeister Henning Schulz (CDU) sowie die Beigeordneten Andreas Kimpel und Henning Matthes.
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Das hat am Donnerstag der Verwaltungsvorstand im Rathaus mitgeteilt. Der Gütersloher Frühling soll als Freiluftveranstaltung dagegen stattfinden.

„Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir verhindern können, dass die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus in eine Spitze mündet“, erläuterte Bürgermeister Henning Schulz (CDU) die Entscheidung. Unabhängig von den Teilnehmerzahlen gelte beim Zusammentreffen von vielen Menschen auf engem Raum die Prämisse der Risikovermeidung. „Das ist die aktuelle Lage“, betonte Schulz. Die Entwicklungen rund um das Coronavirus veränderten schnell. „Wir entscheiden täglich.“

Die Kultur-Räume hätten mit dem Theater Dortmund und der Ballettcompagnie gesprochen, erklärte Kulturdezernent Andreas Kimpel. Die Dortmunder hatten zum ersten runden Geburtstag des Theaters Gütersloh eine Uraufführung kreiert. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, so Kimpel.

Veranstaltungen, die von Dritten in der Stadthalle oder im Theater ausgerichtet würden, seien von der Entscheidung des Verwaltungsrats zunächst nicht betroffen. Mit den Organisatoren würden Gespräche geführt. Man appelliere an deren Verantwortungsbewusstsein. Eine behördliche Absage behalte man sich je nach weiterer Entwicklung der Lage vor. Auch die Kurse der VHS finden zunächst weiterhin statt.

„Bei unserer Entscheidung haben wir uns an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert“, ergänzte Christine Lang, Erste Beigeordnete, zuständig für Recht und Ordnung. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und stehen im Austausch mit den kommunalen Spitzenverbänden und mit dem Kreis Gütersloh“, betonte Schulz. Der Verwaltungsrat sei zu dem Entschluss gekommen, dass die Stadtverwaltung dazu beitragen müsse, eine weitere Ausbreitung so weit wie möglich zeitlich zu strecken, um die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. „Wir handeln unaufgeregt aber professionell“, so Schulz.

In der Verwaltung selbst würden nicht zwingende Dienstreisen und Fortbildungen abgesagt. In den Schulen und Kindertagesstätten laufe der Betrieb zunächst uneingeschränkt weiter, ergänzte Sozialdezernent Henning Matthes. Lediglich außerschulische Veranstaltungen, wie zum Beispiel Aufführungen von Theater-AGs, sollten verschoben werden.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen gibt es im Internet auf www.kultur-räume-gt.de, www.stadthalle-gt.de und www.theater-gt.de.

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