Stadt will Pachtvertrag verlängern
Bild: Dinkels
Die Tribüne steht auf der Liste der ausstehenden Aufgaben: Dort sollen laut ursprünglicher Planung Einzelsitzplätze und zusätzliche Abgänge geschaffen werden. Gegenwärtig hat sie 1146 Plätze.
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 „Die Stadt Gütersloh strebt an, das Heidewaldstadion dauerhaft zu erhalten“, erklärte Sprecherin Dr. Elisabeth Menke auf Nachfrage der „Glocke“. Es sei auch „beabsichtigt, den Vertrag zu verlängern“. Gespräche seien bereits geführt worden.

Ähnlich äußert sich André Schnakenwinkel, Vorsitzender der Gütersloher Schützengesellschaft von 1832, der das gesamte Gelände gehört: „Wir würden gern verlängern“, sagte Schnakenwinkel, der Ende des Monats sein Amt abgibt. Über die Konditionen, die sich seit fast 50 Jahren nicht wesentlich geändert hätten, müsse man dann noch mal sprechen. Ein Vorgespräch habe es gegeben, bestätigte der Vorsitzende.

Das Stadion gehört der Stadt. Der Pachtvertrag für das Grundstück läuft Ende Juli 2019 nach 50 Jahren aus. Es besteht eine Verlängerungsoption um bis zu 50 Jahre. Die Schützen gehören laut Schnakenwinkel über die Schankrechte auch zu den Gläubigern des Fußballvereins.

Wie berichtet, will die Stadtverwaltung an den ausstehenden Sanierungsmaßnahmen festhalten. Für dieses Jahr stehen 250 000 Euro im Haushalt. Mit dem Geld soll laut ursprünglicher Planung die Sitztribüne mit Einzelsitzplätzen und zusätzlichen Abgängen an die Sonderbauverordnung angepasst werden. In dem Zug soll die Betonrückwand saniert und ebenfalls brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Für 2018 sind weitere 120 000 Euro eingeplant.

Auch in der Politik gibt es bisher keine Signale, von dem 2014 gefassten Beschluss abzurücken. Es geht ausschließlich darum, Sicherheits- und Brandschutzauflagen zu erfüllen, wie Sportdezernent Andreas Kimpel 2014 betonte.

Heiner Kollmeyer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, sagte der „Glocke“: „Es geht um eine Investition in eine Sportstätte, die wir erhalten wollen.“ Das sei seine persönliche Meinung und er würde die Ausgabe - weniger als ein Prozent der 2017 geplanten städtischen Investitionen - auch angesichts der „Turbulenzen“ beim FC Gütersloh nicht in Frage stellen.

Das Heidewaldstadion sei das größte Stadion im Kreis Gütersloh und genieße Bestandsschutz. Kollmeyer: „Wenn wir dort nicht investieren, müssen wir das Stadion aufgeben.“ Es gelte dafür zu sorgen, dass dort auch künftig höherklassiger Fußball gespielt werden könne – „von wem auch immer“.

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