Stadtarchiv bekommt mehr Raum
Bild: Pieper
Zufrieden zeigt sich Stadtarchivar Grimm mit der Herrichtung neuer Räumlichkeiten in der dem Archiv benachbarten, ehemaligen Schlüpmann-Villa an der Hohenzollernstraße 30.
Bild: Pieper

 Schon 2010 hatte Grimm gehofft, die rund 150 Quadratmeter großen Räumlichkeiten der ehemaligen Schlüpmann-Villa an der Hohenzollernstraße 30 fürs Stadtarchiv dazuzubekommen. Dann aber war der Kunstverein dort eingezogen – weil dessen Domizil, das Veerhoffhaus Am Alten Kirchplatz bis Ende 2011 saniert wurde.

Seitdem wurde seitens der Stadt über die weitere Nutzung der Schlüpmann-Villa diskutiert. Einerseits war die Platznot im Archiv bekannt, andererseits aber hätte eine Vermietung der unteren Etage an Privat Einnahmen gebracht. Letztlich entschied man sich denn doch dafür, dem „Gedächtnis der Stadt“ Raum zu geben.

Mittlerweile sind die Brand- und Sicherungsmaßnahmen so gut wie abgeschlossen, Licht- und Telefonkabel liegen ebenso wie die Leitungen zum Hauptstandort an der Hohenzollernstraße 30 a und zum Rathaus. Wenn die Maler fertig sind, kann schon mit dem Umzug der beiden Werkstätten vom alten ins neue Archiv begonnen werden. In einem kleineren Raum wird ein Büro mit drei Computer-Arbeitsplätzen eingerichtet. Das ehemalige Wohnzimmer der ehemaligen Villa soll künftig Lese- und Vortragsstätte sein. „Dort können wir jetzt endlich auch ganze Klassen unterbringen und per Beamer über stadtgeschichtliche Themen informieren. Auch Ausstellungen oder Veranstaltungen der Volkshochschule sind nun hier möglich“, sagt Grimm, dem die Öffnung des Stadtarchivs ein wichtiges Anliegen ist.

Der durch die Auslagerung verschiedener Arbeitsbereiche gewonnene Platz im „Hauptquartier“ wird mit Regalen gefüllt. Die werden dringend benötigt angesichts eines jährlichen Zuwachses von rund 20 Metern allein an städtischen Akten und Protokollen zur Rechtsicherung. Und selbst wenn immer mehr Schriftgut in elektronischer Form archiviert wird, „brauchen wir sicher zudem Platz für Nachlässe oder Sammlungen aus Privatbesitz“, betont der Archivar.

Da ist es absehbar, wann auch die jetzige Erweiterung des Stadtarchivs nicht mehr genügt. „Das ist klar“, sagt Grimm. „Eine Universallösung ist das nicht. Aber für die nächsten zehn Jahre hat die Gütersloher Stadtgeschichte erst mal einen Platz.“

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