Stadtbaurat Josef E. Löhr verabschiedet
Bild: Dinkels
Mit Urkunde verabschiedet: der ausgeschiedene Stadtbaurat Josef E. Löhr mit seiner Frau Maria (links) und Bürgermeisterin Maria Unger im Ratssaal.
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Daran nahmen auch viele frühere Weggefährten teil. 1987 war der Diplom-Ingenieur vom Staatshochbauamt in Bielefeld nach Gütersloh gewechselt und hatte bis zu seiner ersten Wahl zum Beigeordneten 1992 das Hochbauamt geleitet. „Das Amt des Stadtbaurats verlangte ein solides Standing, Durchhaltevermögen, Zähigkeit, ein hohes Maß an Diplomatie, Netzwerkqualitäten und außerdem einen breiten Rücken“, sagte Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) in ihrer Würdigung. Löhrs Nachfolger Henning Schulz, der unter den Gästen weilte und seinen Dienst am Donnerstag antritt, hörte es wohl.

Besonders hob Unger das Theater hervor. „Wie ein roter Faden hat sich dieses Thema durch Ihre Amtszeit gezogen“, sagte Unger. Nach dem schon 1987 gefallenen Beschluss, nicht mehr in die Paul-Thöne-Halle zu investieren, habe Löhr „Nehmer-Qualitäten“ beweisen müssen. Beim Neubau habe Löhr eine zeitliche und finanzielle Punktlandung hingelegt. Dafür dankte ihm die Bürgermeisterin.

Mit Löhrs Ernennung zum Stadtbaurat vor 21 Jahren setzte auch ein Umdenken ein, was den Erhalt alter Bausubstanz betraf. Beispielhaft nannte Maria Unger die ehemalige Lehrerbildungsanstalt und Freiherr-vom-Stein-Schule an der Hohenzollernstraße (heute Volkshochschule), die Sanierung des Parkbads, des Bahnhofs Avenwedde und des Veerhoffhauses. Die Bürgermeisterin: „21 Jahre haben Sie die bauliche Entwicklung der Stadt Gütersloh maßgeblich mit gestaltet.“

Löhr entgegnete: „Die Erfolge sind nicht meine Erfolge. Sie waren und bleiben die Früchte unserer gemeinsamen Anstrengung.“ Der 65-Jährige dankte den Mitarbeitern im Rathaus „für die lange Zeit einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit“.

An der Verabschiedung nahmen auch Löhrs Frau Maria, die von der anderen Maria Blumen erhielt, sowie seine beiden Söhne Hilmar (28) und Sebastian (32) teil. Vertreter der Fraktionen dankten dem zweimal wiedergewählten Stadtbaurat mit Geschenken.

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