Stadtmarketing darf weitermachen
Das Gütersloher Rathaus

Von einem Konsens, wie er nach einem Workshop aller Beteiligten im Februar via Pressemitteilung noch verlautbart worden war, gab es im Ausschuss allerdings keine Spur. SPD und BfGT, die der GTM von Anfang an kritisch gegenübergestanden hatten, lehnten den Mehrheitsbeschluss von CDU, Grünen, FDP, UWG und Linken ab.

Allerdings folgte auch die Mehrheit nicht dem Vorschlag der Verwaltung, der einen Zeitraum von fünf Jahren vorsah, sondern einem Kompromissvorschlag der Grünen. Außerdem soll Weinekötter 2013 Bericht erstatten, inwieweit Maßnahmen, die im Workshop vereinbart worden seien, dann umgesetzt sind.´

SPD und BfGT wollten maximal ein Jahr Verlängerung mittragen. Unterschiedlich bewertet wurden vor allem die Leistungen des Stadtmarketings und die Kosteneffekte, die sich aus der Ausgründung 2003 ergeben haben. Während CDU-Fraktionschef Heiner Kollmeyer die Leistungsdaten würdigte und von deutlichen Einsparungen sprach, sah Nobby Morkes (BfGT) „keinen signifikanten Mehrwert“ – zumal, so Morkes, etwa der Verein Michaeliswoche schon angekündigt habe, er wolle die Michaeliswoche wieder selbst in die Hand nehmen.

Es könne nicht alles so weiterlaufen wie bisher und die GTM sei weit davon entfernt, dass die ganze Stadt hinter ihr stehe, begründete Marco Mantovanelli, Fraktionssprecher der Grünen, seinen Kompromissvorschlag.

Die Hoffnung, das Stadtmarketing werde sich in ein paar Jahren selbst tragen, sei ein Geburtsfehler der GTM gewesen, sagte die Erste Beigeordnete Christine Lang. „Ein Stadtmarketing trägt sich in keiner Stadt selbst.“

Zur Debatte über Finanzierungsmöglichkeiten und Vorverkaufsgebühren berichtete der Beigeordnete und Kulturräume-Geschäftsführer Andreas Kimpel von einer Vereinbarung, nach der die GTM für jede verkaufte Theater-Karte 70 Cent erhalte.

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