Stadtrat beschließt sieben neue Standorte
Bild: Steinecke
Gegenüber der Welle sollen am Stadtring Sundern Holzbauten für bis zu 148 Bewohner aufgestellt werden. Das wäre der größte Standort außerhalb der Sporthallen. Laut Stadtbaurat Henning Schulz können die Gebäude bei Bedarf für bis zu 30 Jahre als bezahlbarer Wohnraum genutzt werden
Bild: Steinecke

Die weiteren Standorte sind: Anemonenweg (96 Plätze in Containern), Am Anger 101 (32 in Schwedenhäusern), Strotheide (60 in Containern), Alter Schützenplatz 7 in Avenwedde (60 in Containern), Buschstraße (96 in Containern) und Scharnhorststraße (60 in Holzbauten). Insgesamt summieren sich diese Unterkünfte auf 552 Plätze. Sundern und Strotheide liegen in ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten, deshalb sind dort besondere Vorkehrungen notwendig.

Die drei Standorte Holzeide in Pavenstädt (60 in Holzbauten), Ellernhagen in Niehorst (60 in Schwedenhäusern) und Hopfenweg in Spexard (60 in Holzbauten) waren bereits im Dezember abgesegnet worden. Die Wiese am Nordbad und die Humboldtstraße sind von der Liste gestrichen worden, weil Unterkünfte dort in der Politik nicht mehrheitsfähig waren. Alle zehn Standorte schlagen mit insgesamt 11,33 Millionen Euro zu Buche.

„Wir hätten das Nordbad mitgetragen“, sagte Heiner Kollmeyer (CDU). Erfreut sei seine Fraktion über den Verzicht auf den schwierigen Standort Humboldtstraße. „Es ist gut, dass der Standort Sundern bereitsteht, um die anderen Standorte zu entlasten“, sagte Kollmeyer. Sollte es Probleme mit der Unterführung zur Welle geben, könne man überlegen, eine Ampel aufzustellen.

„Für uns ist es sehr erfreulich, dass das Nordbad nicht dabei ist“, sagte Thomas Ostermann (SPD). „Die Belastung dieses Teil der Stadt wäre deutlich zu groß.“ Auch die Holzheide lehne die SPD eigentlich als ungeeignet ab.

Peter Kalley (UWG) erklärte: „Die verschiedenen Modelle der Holzhäuser zur Unterbringung von Flüchtlingen, lehnen wir ab.“ Sie seien „städtebaulich und architektonisch unbefriedigend, stigmatisierend, integrationshemmend und nur begrenzt haltbar“. Stattdessen sollten an allen Standorten Container zum Einsatz kommen. Statt 7,5 Millionen Euro würde das nur Kosten in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro verursachen. Container ließen sich mit geringem Aufwand umsetzen, so Kalley.

Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) sagte: „Es ist sehr gut, dass an jedem Standort auch eine Gemeinschaftseinrichtung gebaut wird.“ Manfred Reese (Linke): „Wir können die Flüchtlinge nicht auf der Straße stehenlassen.“ Nobby Morkes (BfGT) verwies darauf, dass einige Vorschläge aus der Bürgerschaft aufgenommen worden seien.

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