Stadtwerke planen Windräder im Westen
Bild: Dinkels
Setzen auf erneuerbare Energien: Christoph Nath, Prokurist und Bereichsleiter Kaufmännische Dienste (links) und Geschäftsführer Ralf Libuda vor einer Anzeige, die die Leistung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Stadtwerke an der Berliner Straße 260 anzeigt.
Bild: Dinkels

Das kündigte Geschäftsführer Ralf Libuda am Freitag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2015 an. Den genauen Standort wollte er noch nicht nennen, da die Planung nicht abgeschlossen sei. „Richtung Rheda-Wiedenbrück“ ließ er sich lediglich entlocken. Ende 2017 sollen die Windkraftanlagen in Betrieb gehen. Ob auch dieses Vorhaben mit Partnern umgesetzt wird, steht wohl noch nicht fest.

Die Inbetriebnahme ist bei den fünf Anlagen an der Autobahn 2 auf der Marburg bereits teilweise erfolgt. Sie werden von der Windpark Ostwestfalen GmbH & Co. KG betrieben, deren Gesellschafter die Stadtwerke Gütersloh und Bielefeld sind. Eine weitere gemeinsame Gesellschaft baut demnächst zwei Windräder im Bielefelder Süden und Verler Norden, die 2017 in Betrieb gehen sollen.

Am 5. Oktober vorigen Jahres wurde das neue Stadtbus-Konzept umgesetzt. „Das neue Stadtbusnetz ist für alle Bürger gut nutzbar“, sagte Libuda. „Es war ein reibungsloser, guter und erfolgreicher Start. Wir haben überwiegend positive Rückmeldungen bekommen.“ Für die Angebote nach 20 Uhr, wenn keine regulären Busse mehr fahren, habe es einer „Eingewöhnungszeit“ bedurft. Inzwischen würden aber auch das Anruf-Linien-Taxi (ALT, 500 bis 600 Nutzer pro Monat) und das Anruf-Sammel-Taxi (AST, etwa 350 Nutzer pro Monat) „gut angenommen“. Die Zahl der Fahrgäste ging indes um 4,7 Prozent auf 3,52 Millionen zurück.

Mit der Inbetriebnahme des Hallenbads am 21. August sei eine Punktlandung gelungen, so Libuda. Mit einem günstigen und flexiblen Preissystem hätten die Bäder einen vermehrten Zulauf verzeichnet. Die Zahl der Badegäste stieg um 4,5 Prozent auf 441 000.

An der Berliner Straße 19 in der Fußgängerzone wird derzeit das Kundenzentrum energetisch saniert und kundenfreundlich umgebaut. Das Gebäude gehört den Stadtwerken. Zu den Kosten äußerte Libuda sich auf Nachfrage nicht. Bis zu den Ferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Wie schon berichtet, stieg der Stadtwerke-Umsatz 2015 um 0,2 Prozent auf 148,29 Millionen Euro, der Überschuss um 10,3 Prozent auf 3,65 Millionen Euro. Darüber freuen sich als Gesellschafter die Stadt Gütersloh (50,1 Prozent) und die Stadtwerke Bielefeld (49,9 Prozent). Mit einem Minus von 18,3 Prozent auf 340,8 Millionen Kilowattstunden war der Stromabsatz, der für mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes steht, rückläufig. Man habe zwei große Handelskunden verloren, sagte der Bereichsleiter Kaufmännische Dienste, Christoph Nath. Außerdem gebe es auf dem Markt, an dem die Stadtwerke weiter gut 80 Prozent hielten, wegen der Anbieter im Internet „einen schwierigen Wettbewerb“.

SOCIAL BOOKMARKS