Stadtwerke planen drei Windkraftanlagen
Bei Friedrichsdorf errichteten die Stadtwerke Bielefeld 2009 bereits zwei Windkraftanlagen von dem Hersteller Vestas mit einer Nabenhöhe von 105 Metern.

Dafür investieren die beiden Unternehmen rund 16 Millionen Euro, jeder Partner 8 Millionen. Der Genehmigungsantrag der Windgesellschaft Bielefeld-Gütersloh für die Anlagen ist laut einer Mitteilung der Stadtwerke Bielefeld eingereicht worden. Zuständig ist die Stadt Bielefeld. Derzeit lassen die Investoren eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen. „Dabei werden die Auswirkungen der Windkraftanlage auf Natur und Mensch betrachtet. Das ist für uns besonders wichtig“, erklärt Projektleiter Jan Adde de Groot in der Mitteilung.

Wenn den Stadtwerken eine Genehmigung vorliege, könnten die vorbereitenden Bauarbeiten starten und die Windkraftanlagen, deren Lieferzeit etwa ein Jahr beträgt, bestellt werden. Die Bauzeit werde dann etwa sechs Monate in Anspruch nehmen. In Verl waren die Pläne am 10. Februar bereits Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss („Die Glocke“ berichtete).

Nach einer Standortskizze entstehen die Anlagen östlich der Autobahn 2 südlich der Raststätte Obergassel. Hersteller ist die Firma Vestas Wind Systems. Die Rotoren sollen eine Länge von 126 Metern haben, die Nabenhöhe beträgt 137 Meter, was zu einer Gesamthöhe von 200 Metern führt. Die Nennleistung je Anlage beträgt 3,3 Megawatt Energieertrag. 21,9 Gigawattstunden pro Jahr bedeuten laut Mitteilung 16 000 Tonnen CO2-Vermeidung. „Mit diesen Anlagen leisten wir einen Beitrag, die Klimaschutzziele der Stadt Bielefeld zu erreichen. Sie passen hervorragend in unser Energiekonzept“, so Jan Adde de Groot.

Für insgesamt 29 Millionen Euro bauen die beiden Stadtwerke bereits an der Autobahn 2 auf Rheda-Wiedenbrücker Gebiet einen Windpark mit fünf Energieanlagen. Im Juli wurde mit den Fundamentarbeiten begonnen. Die Inbetriebnahme war für dieses Frühjahr vorgesehen. Bei der Bekanntgabe des Projekts hatten die Geschäftsführer Ralf Libuda (Gütersloh) sowie Friedhelm Rieke und Martin Uekmann (Bielefeld) erklärt: „Wir gehen davon aus, dass wir kurzfristig weitere attraktive Standorte in der Region realisieren. Dazu müssen die Kommunen die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen.“ Die Bielefelder sind mit 49,9 Prozent an den Stadtwerken Gütersloh beteiligt.

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