Standorte für drei weitere Kitas gesucht
Bild: Dinkels
Die Kindertagesstätte Siegfriedstraße spielt eine wichtige Rolle in der Bedarfsplanung für die Kindertagestätten der Stadt Gütersloh. Vor Jahren war sie noch von der Schließung bedroht.
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Der Trend hält an. Zum einen bewegen sich die Geburtenzahlen auf hohem Niveau. Im Schnitt wurden in den vergangenen drei Jahren 1040 Geburten verzeichnet. Zuvor waren es zwischen 860 und 950. Zum anderen bedürfe es „weiterhin großer Anstrengungen zur Versorgung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien sowie anderen zugewanderten Familien, die im Zuge der Arbeitnehmerfreizügigkeit aufgrund der EU-Osterweiterung zuziehen“. So steht es in der Bedarfsplanung, die dem Jugendhilfeausschuss für seine Sitzung am Donnerstag, 7. März, vorliegt (17 Uhr, Ratssaal).

Im Ergebnis sollen die provisorischen Ü3-Gruppen in den städtischen Einrichtungen Franz-Grochtmann-Straße, Vogelsbergstraße, Wöstmannsweg, Auerhahnstraße und eine halbe Gruppe an der Bülowstraße für ein weiteres Jahr beibehalten werden. Die Kitas Brockweg und Haegestraße sollen für ein Jahr eine beziehungsweise eine halbe Ü3-Gruppe hinzubekommen. Die Gruppen sind bereits vom Landesjugendamt genehmigt worden.

Eklatant ist der Bedarf in den Sozialräumen Nord (94 fehlende Plätze) und Blankenhagen (40 fehlende Plätze). Der Mangel in Blankenhagen resultiert daraus, dass die Stadt die ehemalige Blankenhagen School nicht gekauft und – wie geplant – in eine Kita umgebaut hat.

Stattdessen wird jetzt geprüft, ob das heutige Bürgerzentrum Lukas nach dessen Umzug in die Jakobuskirche als Tagesstätte genutzt werden kann. Außerdem wird laut Vorlage intensiv nach weiteren Standorten für eine mindestens dreigruppige und eine fünfgruppige Kita gesucht. An der Tarrheide plant der Verein Waldorf vor Ort zudem eine Tagesstätte mit fünf Gruppen, die ihren Betrieb 2020/21 aufnehmen soll.

In den Sozialräumen Sundern und Spexard sei der Fehlbedarf durch die neuen Einrichtungen Weserstraße und Falkenrecks Heide auf 63 Plätze reduziert worden. Die provisorische Gruppe am Teismannsweg soll in eine dauerhafte umgewandelt werden. Im Sozialraum Ost ist 2018 die Tagesstätte Ideenreich gegenüber von Miele gestartet.

In Pavenstädt ist der Bedarf durch die Einrichtung Auf dem Stempel teilweise gedeckt worden. Gleichwohl prüft die Verwaltung dort die Errichtung einer mindestens zweigruppigen Kita in Eigenregie oder durch einen privaten Investor.

Überhang in der Innenstadt

In der Innenstadt wird die städtische Kindertagesstätte Siegfriedstraße erweitert. Die Räume sollen im ersten Halbjahr nutzbar sein. Eine dritte Ü3-Gruppe soll Anfang August in Betrieb gehen. Daraus resultiert in diesem Sozialraum ein Überhang von 47 Plätzen. Damit soll ein Teil des gesamtstädtischen Fehlbedarfs an Ü3-Plätzen aufgefangen werden, wie es in der Vorlage heißt.

In Avenwedde soll der Erweiterungsbau der Einrichtung Tobiasweg zum Kindergartenjahr 2019/20 bezogen werden. Durch eine fünfte Gruppe stehen dort 20 bis 25 Plätze mehr zur Verfügung. In Friedrichsdorf wird für die Kindertagesstätte Pelikanweg ein Neubau errichtet, der 2020 bezogen werden soll.

In Kattenstroth, Avenwedde-Bahnhof und Isselhorst stehen laut Vorlage genügend Plätze zur Verfügung.

Insgesamt verfügt die Stadt über 3795 Kindergartenplätze, 89 mehr als im Vorjahr. Bei den Buchungen hat die Nachfrage nach 45 Wochenstunden mit 53,3 Prozent den größten Anteil. 35 Wochenstunden wollen 40,4 Prozent, 25 Stunden nur 6,1 Prozent.

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