Steffie Jones hat Spaß am Ungewohnten
Bild: Steinecke
Steffie Jones und ihre Mitspieler hatten bei der ungewöhnlichen Partie neben dem Wasserturm viel Spaß, was auch Dr. Lutz Worms (hinten), Leiter der Sportmedizin Bethel, freute.
Bild: Steinecke

Hervorgegangen ist das Gesundheitsforum aus der Gütersloher Messe „Gesund und Fit“. Die hat Susann Schirmer 2011 mit an den Start gebracht. Nachdem die Gütersloher Gesundheitsmesse ins A 2-Forum nach Rheda umgezogen ist, wagt Susann Schirmer zusammen mit Manfred Mikus in Gütersloh mit 31 Ausstellern einen Neustart. Finanziert haben die beiden Organisatoren die Ausstellung aus eigenen Mitteln. „Wir müssen uns am Wohl der Menschen orientieren und nicht in erster Linie aufs Geld schauen“, sagte Susann Schirmer als angehende „Kulturentwicklerin“ zu dem Grundgedanken der Veranstaltung.

Es geht um Toleranz und Respekt

Zur offiziellen Eröffnungsfeier waren auch Vertreterinnen des Fußball-Freuen-Bundesligisten FSV Gütersloh eingeladen. Schirmer gedachte der kürzlich verstorbenen FSV-Fußballerin Tanja („Kiki“) Sudhoff und erinnerte daran, wie wichtig Gesundheit ist. Steffie Jones übertrug den Fair-Play-Gedanken des Fußballs ins alltägliche Leben beim Umgang mit erkrankten Menschen. Jones: „Es haben alle verstanden, worum es geht. Um Toleranz und Respekt.“

Begleitet wurde die Eröffnung vom Chor der Musikhochschule Detmold unter der Leitung von Hans-Hermann Jansen, der dort das Projekt „Gesund durch Musik“ betreut. Am Eröffnungsspiel nahm neben Steffie Jones auch Dr. Lutz Worms teil. „Ich hatte keine Ahnung, wo sich das Tor befindet“, war der Leiter der sportmedizinischen Abteilung in Bethel froh, dass ihm von seinen sehbehinderten Mitspielern die helfende Hand gereicht wurde. „Jeder Mensch kann etwas Nützliches in die Gesellschaft einbringen“, sagte Schirmer, die bei der Messe darauf baut, mit viel Aufklärungsarbeit das Vertrauen zum Arzt herzustellen.

Ein Blindenessen zur Stärkung

Das Essen für die erschöpften Fußballer wurde von Susanne Wegener-Dreckmann, Kathrin Seckelmann und Yvonne Bohm zubereitet. „Ein Blindenessen“, erläuterte die nicht mehr sehende Susanne Wegener-Dreckmann vom Betriebsrat der Firma Miele .

Außer dem Messegeschehen fand am Sonntag die Vortragsreihe zur betrieblichen Gesundheitsförderung statt. Referenten waren Diplom-Psychologin Dr. Elisabeth Wienemann (Psychische Gesundheit im Betrieb – Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz), Diplom-Sozialpädagogin Ulrike Dickenhorst (Psychische Erkrankungen erkennen und behandeln – Beispiel Burn-Out) und Dr. Rolf Engels (In guten wie in schlechten Zeiten. Führungsverantwortung und Gesundheit im Unternehmen).

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