Stifter gewinnen Prestige-Duell mit 1:0
Bild: Dinkels
Im Augenblick des Triumphes nach dem Abpfiff kannte die Freude der Stifter („Götter“) keine Grenzen. Zum zweiten Mal in Folge gewannen sie das Prestigeduell gegen die Städter („Piraten“).
Bild: Dinkels

 „Mr. Nice Guy“ David Ergun schoss die Stifter in der sechsten Minute mit 1:0 in Führung – und dabei blieb es bis zum Schluss. Beide Teams vergaben in der Folge mehrere eindeutige Torchancen. Vor allem die Stifter gingen dabei bisweilen recht ruppig zu Werke. Es gab drei gelbe Karten, und Spielertrainer Eric Haselier H-Junior kassierte nach wiederholtem Foul von Schiedsrichter Leon Thumel in der 82. Minute einen Platzverweis. Umso größer war nach dem Abpfiff die Erleichterung bei den Siegern. In 25 Jahren haben die Stifter den Annalen zufolge nur viermal gewonnen, zuletzt 2014 mit 3:1.

Das Motto lautete diesmal: die „Götter“ vom Evangelisch Stiftischen Gymnasium (ESG) gegen die „Piraten“ vom Städtischen Gymnasium (SG). Bei Abstimmung und Tippspiel auf Facebook im Internet genossen die Piraten im Vorfeld das größte Vertrauen. Mancher tippte sogar ein zweistelliges Ergebnis. Schon weil das Städtische mehr Abiturienten hat, wähnte man dort wohl auch eine größere Anzahl an Talenten.

Strikt verboten im Heidewaldstadion: Alkohol, Flaschen und Taschen. Fahnen und Transparente hingegen waren erlaubt, sofern sie von den jeweiligen Schulleitungen für akzeptabel befunden und abgenommen worden waren. Außer verbalen Attacken, die aber im Rahmen blieben, gab es keine Zwischenfälle. „Ihr kentert am Olymp“, „Poseidon lässt euer Böötchen sinken“ und „Wir schicken euch über die Planken“, stand auf Plakaten zu lesen. Außer Ordnern vom FC Gütersloh sorgte ein Sicherheitsdienst für Ordnung. Die Fans des Städtischen mussten diesmal in die Stehkurve, die Stifter durften auf der Tribüne Platz nehmen. Aber auch dort hielt es sie über weite Strecken nicht auf den Sitzen, schon gar nicht nach dem Abpfiff. Insgesamt tummelten sich wieder mehr als 1000 Schüler, Eltern und Lehrer im Stadion.

In der ausgedehnten Halbzeitpause zeigten die Cheerleader der beiden Schulen, was sie im vergangenen Dreivierteljahr einstudiert hatten. Außer tänzerischen und akrobatischen Einlagen nahmen sie auch die Pennäler der jeweils anderen Schule aufs Korn.

Nach dem Spiel reichten sich die Rivalen die Hände. Und nach dem Fest ist vor dem Fest: Am Abend wollten die Stufen der beiden Gymnasien in der Weberei gemeinsam die große „Player´s Night“ feiern. Und demnächst gibt’s Zeugnisse. Die Eintrittsgelder aus dem Spiel sollen auch für die Abibälle verwendet werden.

SOCIAL BOOKMARKS