Stiftung und Stadt vergeben vier Plätze
Sie sind bereits engagiert dabei: (v. l.) Robert Fritzenkötter, Janna Flöttmann, Verena Wichert und Jannis Maaskerstingjost schließen diesen Sommer ihr Freiwilliges Soziales Jahr ab.

 „Es ist wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung, hinter die Kulissen eines Theaters schauen“, sagt Janna Flöttmann, FSJ-lerin in Gütersloh. Denn die Stadt bietet ab Sommer 2018 im Fachbereich Kultur und Sport, im Theater Gütersloh und im Kultursekretariat NRW erneut insgesamt drei Plätze für ein FSJ an. Ein vierter Platz in Gütersloh wird durch die Bürgerstiftung Gütersloh bereit gestellt.

Einblicke in verschiedene Bereiche

Je nach Einsatzstelle, in der die Freiwilligen sich in Vollzeit engagieren, können die Aufgaben dabei variieren. Eines haben aber alle gemeinsam: Als FSJ-ler packen sie richtig mit an. „Bei der Bürgerstiftung Gütersloh erhalte ich viele Einblicke in das Stiftungswesen, gestalte selbstständig Pressemitteilungen oder Printprodukte und organisiere viele lokale Events mit“, erklärt Robert Fritzenkötter, der noch bis zum Sommer bei der Bürgerstiftung arbeitet.

Wen es schon immer mal interessiert hat, was hinter den Kulissen eines Theaters passiert oder wer hautnah dabei sein möchte, wenn es darum geht eben jene bekannten Kulturveranstaltungen wie Jazz in Gütersloh, Donnerlüttken oder den Bürger-Brunch zu organisieren, sei im FSJ Kultur richtig, heißt es in der Mitteilung. Außer der Begleitung von Veranstaltungen erhalten die Freiwilligen Einsicht in die tägliche Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit der jeweiligen Institutionen.

Beide Seiten profitieren

„Die Zusammenarbeit bringt beiden Seiten etwas“, erklärt Brigitte Büscher, Sprecherin der Bürgerstiftung. „Wir als Einsatzstellen bieten professionelle Medienarbeit. Unser FSJ-ler versorgt uns mit dem frischen Blick eines jungen Menschen.“ Zu einem Kultur-FSJ gehört noch mehr als nur die Arbeit in der Einsatzstelle. Zusätzlich zählt es zu den Aufgaben eines jeden FSJ-lers, ein selbstständiges Projekt auszuarbeiten, das am Ende des Jahres vorgestellt wird. Wie genau dieses Projekt aussieht, bleibt den Freiwilligen selbst überlassen – von der Neugestaltung einer Internetseite über eine Kurzfilmproduktion bis zur Organisation einer eigenen Veranstaltung.

„Bei der Arbeit am eigenen Projekt merkt man erst, wie viel Aufwand es bedeutet, eine komplett eigene Veranstaltung zu organisieren. Von der bloßen Idee über die Termin- und Budgetplanung bis hin zur Veranstaltung selbst ist es ein weiter Weg“, stellt Jannis Maaskerstingjost fest. Er organisiert als eigenständiges Projekt einen Workshoptag für Musikinteressierte.

Austausch mit anderen Jugendlichen

Für ihr Engagement erhalten die FSJ-ler ein monatliches Taschengeld und die Chance, an vielen spannenden Seminaren und Bildungstagen teilzunehmen. Dort tauschen sie sich mit anderen FSJ-lern aus, reflektieren ihre Arbeit in der Einsatzstelle und können sich in den verschiedenen künstlerischen und kulturellen Sparten erproben.

„Die Seminarwochen bergen mitunter die schönsten Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr“, sagt Verena Wichert, „denn dort lernt man nicht nur viele junge und engagierte Menschen kennen. Durch die vielen Workshops lernt man auch unzählige neue Dinge, Sichtweisen und Fähigkeiten.“

Bewerbung bis Ende März

Bis zum 31. März können sich Interessenten über das offizielle Internetportal des Freiwilligendiensts bewerben und sich ab dem 1. April ihre Wunscheinsatzstelle aussuchen oder sie melden sich bis Mitte April direkt bei den Einsatzstellen. Weitere Informationen gibt es auf www.fsjkultur.de

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