Stufen werden im Dunkeln zur Stolperkante 
Bild: Dinkels
Vorsicht Stufen: Der Warnhinweis ist aus Sicht der Stadt nicht auf Dauer notwendig, sondern nur während des Weihnachtsmarkts. Die Stufen werden jetzt bei Dunkelheit regelrecht angestrahlt.
Bild: Dinkels

 „Vor dem Weihnachtsmarkt gab es keine Probleme“, sagte Bernd Winkler, Leiter des Fachbereichs Grünflächen, der „Glocke“. Die Fläche sei auch in den Abendstunden genügend ausgeleuchtet gewesen. Mit dem Aufbau der Buden hätten sich die Sicht- und Lichtverhältnisse verschlechtert. Das habe wohl zu den Unfällen geführt. Gütersloh Marketing (GTM) als Organisator des Weihnachtsmarkts habe vergangene Woche sofort reagiert. So seien die Warnbarken aufgestellt worden und die Beleuchtung an der Stufe auf der Karstadt-Seite des Kaufhauses sei verstärkt worden. Es sei jetzt heller dort. Am Montag habe man das noch einmal kontrolliert.

„Das muss man genau unterscheiden, denn das sind zwei Paar Schuhe“, betonte Winkler. Die Stolperfälle und der Unfall seien Ausnahmen, die mit dem Weihnachtsmarkt zusammenhingen. „Uns sind drei Fälle bekannt“, sagte Winkler. Folglich würden die Warnhinweise auf den Barken auch nach dem Weihnachtsmarkt wieder verschwinden. Derzeit liefen Tausende Menschen über den Platz. Winkler verwies auch auf die Abdeckungen, die aus Sicherheitsgründen auf die Wasserrinne und die beiden Brunnen gelegt worden seien.

Die gesamten Planung sei mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Ulrich Lauch, abgestimmt. Dabei sei es nicht nur um die Sicherheit gegangen, sondern auch um die Barrierefreiheit. Wie schon bei der Eröffnung am 17. November zu sehen gewesen sei, könnten auch Rollstuhlfahrer problemlos auf das Plateau gelangen. Zu entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung sagte Winkler, Handläufe an den Stufen seien nicht erforderlich.

Im Übrigen werde die neue Anlage von der Bürgerschaft „gut angenommen“. Sie werde intensiv zum Verweilen genutzt, wie es von Anfang an geplant gewesen sei. Das leicht erhöhte Wasserband werde sogar so gut angenommen, dass an einigen Stelen erste Verunreinigungen zu sehen seien. Das passiere eben, wenn an Ort und Stelle gegessen werde, sagte Winkler. Womöglich müsse man auch die neu gestaltete Fläche im nächsten Jahr mitreinigen, wenn die Grundreinigung des Berliner Platzes anstehe.

Das am 17. November freigegebene Plateau mit der Wasserrinne ist Teil der auf insgesamt 250 000 Euro veranschlagten Neugestaltung des Berliner Platzes und von der Sparkasse gefördert worden. Der Umbau hatte knapp drei Monate gedauert. Schon wenige Tage später hatte der Aufbau des Weihnachtsmarkts begonnen. Um die Anlage zu schützten, waren zunächst Geländer aufgestellt worden. Nächstes Jahr soll auf dem Berliner Platz das Hochbeet an der Kastanie in Angriff genommen werden. Weitere Sitzgelegenheiten sollen hinzukommen, und die Beleuchtung soll verbessert werden.

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