Südtiroler Bäcker setzt Brot-Idee aus Gütersloh um
Bild: Hövelmann
Die Idee des Güterslohers Karl-Heinz Schmitt hat Flügel bekommen: Seit Anfang März werden in einer Bäckerei in Meran Mais-Crispies im Brotteig verarbeitet.
Bild: Hövelmann

Als Jubiläumsbrot wirbt es für die 700-jährige Geschichte der Kulturstadt Meran. Die Raffinesse: In dem nur 450 Gramm schweren Laib sind Mais-Crispies verarbeitet. Das zwei bis drei Millimeter große, ellipsenförmige Naturprodukt besitzt wenig Eigengeschmack. „Es hat lediglich eine leicht nussige Note“, stellt der gebürtige Würzburger heraus. Dabei sei es nicht nur gesund, sondern aufgrund seiner gelben Farbe auch ein wahrer Hingucker.

Kontakt im Urlaub

Am Anfang war die Idee, dann kam das Rezept, jetzt das Brot – eine Erfolgsgeschichte, die einem glücklichen Zufall zu verdanken ist. Mit Ehefrau Gisela und Tochter Christina war der 70-Jährige vergangenen Sommer in Südtirol im Urlaub. Dort stieß er in einer Lokalzeitschrift auf die Anzeige der Bäckerei und Konditorei Erb. Diese habe mit ihrer traditionellen, biozertifizierten Handwerkskunst geworben. „Das hat mich neugierig gemacht. Natürlich kam mir sofort meine Idee in den Kopf“, sagt er. Schmitt stellte den Meranern sein Vorhaben vor und konnte sie überzeugen. „Jedes Jahr kreiert die Bäckerei ein neues Brot, um ihre Kunden zu überraschen“, erklärt der Gütersloher die Philosophie des Familienbetriebs, den es seit 1952 gibt.

Besonderes Brot zum Stadtjubiläum

Seit Januar steht die Rezeptur. Entwickelt wurde sie von den Südtirolern. „Ich bin lediglich Ideengeber“, meint der Tüftler. Nach einigen Testbackläufen war klar: Verschiedene Mehlsorten, Sonnenblumenkerne, Sojaschrot und Weizenkleie werden das Brot abrunden. „Der Verkauf läuft bisher gut“, weiß der 70-Jährige. Das habe er sich von Bäckereiinhaberin Sabine Erb bestätigen lassen. Ob die Spezialität auch nach dem Meraner Jubiläumsjahr produziert werde, stehe allerdings noch nicht fest. Schon jetzt hat der Tausendsassa mit einer Vorliebe für eigene Kreationen und Erfindungen wieder neue Ideen – auch was das Backhandwerk anbelangt. „Verraten möchte ich sie aber vorerst noch nicht“, betont er.

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