Tageseltern sollen mehr Geld bekommen
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Wichtige Stütze: Ohne die Tagespflege würde die Versorgungsquote im U3-Bereich deutlich niedriger ausfallen. Angestrebt wird eine Zahl von 350 Plätzen. Inzwischen gibt es auch sieben Großtagespflegestellen in Gütersloh, eine achte öffnet im März an der Alten Spexarder Straße.
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So soll die Vergütung pro Kind angehoben werden. Für Pflegeeltern, die eine Qualifizierung im Umfang von 160 Stunden durchlaufen haben, soll der Satz von 4,50 Euro je Kind und Stunde auf 4,70 Euro steigen. Tageseltern, die eine Qualifizierung von 300 Stunden durchlaufen haben, erhalten für das erste bis dritte Kind schon 6 Euro je Stunde. Für das vierte und fünfte Kind soll der Satz ebenfalls von 4,50 Euro auf 4,70 Euro steigen.

Vergütung wird 20 Tage fortgesetzt bei Krankheit

Die Stadt folgt damit Empfehlungen aus der „Handreichung Kindertagespflege in Nordrhein-Westfalen“. Zum Vergleich: In Verl und Rheda-Wiedenbrück sowie beim Kreis Gütersloh liegt der Vergütungssatz bei durchschnittlich 4,63 Euro je Kind und Stunde.

Bei der Erkrankung einer Betreuungsperson soll die Vergütung für bis zu 20 Tage im Jahr fortgesetzt werden. Eine zuverlässige und langfristige Betreuung sei „nur aufrecht zu erhalten, wenn die Tagespflegepersonen in der Lage sind, durch angemessenes Pausieren bei Krankheit ihre Arbeitskraft aufrecht zu erhalten“, heißt es in der Vorlage.

Wenn Eltern aus wichtigem Grund die Betreuung ihres Nachwuchses kündigen, etwa wegen Umzugs oder Wechsels in eine Kita, kann das ebenfalls zu einem Vergütungsausfall führen. Die Stadt will hier die Vergütung für den Zeitraum der Kündigungsfrist oder bis zur Aufnahme eines neuen Kindes fortzahlen.

Bildung von Rücklagen ist beabsichtigt

Für den Fall, dass ein Kind erkrankt und nicht betreut werden muss, soll die Vergütung künftig für bis zu 30 statt bisher 20 Tage weiter gezahlt werden. Im Kindergartenjahr 2017/18 kam das fünfmal vor.

Für Urlaubszeiten will die Verwaltung nach wie vor keine Geldleistungen zahlen. Zum einen sei Urlaub planbar. „Zum anderen ist bei der Höhe der Geldleistung die Bildung von Rücklagen berücksichtigt“, heißt es in der Vorlage.

Insgesamt beläuft sich der Mehraufwand für 2020 auf 187 500 Euro. Mit ihrem Vorschlag kommt die Verwaltung einer Petition Gütersloher Tagespflegerinnen entgegen. Sie hatten mindestens 20 Tage Fortzahlung der Vergütung bei Urlaub und Krankheit gefordert. Außerdem sollte die Geldleistung bei kurzfristiger Kündigung der Eltern mindestens drei Monate weiterlaufen. Dritte Forderung war die Verlängerung der Vergütung im Krankheitsfall des Kindes auf mindestens 30 Tage.

Aktuell werden in der Tagespflege insgesamt 322 Kinder betreut, darunter 283 Kinder unter und 39 Kinder über drei Jahren.

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