Tagesstätte öffnet vier Wochen später
Bild: Thormann
Sind optimistisch, dass die Kindertagesstätte „Leonardo“ in Pavenstädt Ende August endlich eingeweiht werden kann: Investor Norbert Müller (links) und Wilfried Lütkemeyer von der Bielefelder von-Laer-Stiftung, die als Träger fungiert.
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„Die beteiligten Handwerksbetriebe haben mit Hochdruck, zum Teil sogar an Wochenenden und mit Überstunden gearbeitet“, lobt der Investor und Geschäftsführer der Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BWG), Norbert Müller. Durch dieses Engagement habe man vier der verlorenen acht Wochen aufholen können. Aber für eine komplette Fertigstellung habe es nicht gereicht. Die ist nun für Mittwoch, 28. August, terminiert.

Dank des guten Verhältnisses zwischen Eltern und Erziehern und offensichtlicher Kooperationsbereitschaft, haben sich einige Eltern bereit erklärt, von ihrem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zum 1. August abzusehen und stattdessen ihr Kind erst ab dem 1. September in dem Neubau betreuen zu lassen. Für diejenigen Kinder, die aufgrund beruflicher Belastung der Eltern auf einen Platz zum ursprünglichen Eröffnungstermin angewiesen sind, besteht trotzdem eine Betreuungsmöglichkeit.

„Die benachbarte Grundschule Pavenstädt stellt uns Räume und das Außengelände zur Verfügung“, sagte Wilfried Lütkemeier, geschäftsführender Vorstand der Bielefelder von-Laer-Stiftung, die als Träger der Kindertagesstätte fungiert. Das betrifft 15 Kinder. Für sie wird parallel zum Angebot der Grundschule auch ein Gruppenbereich im Kita-Neubau so hergerichtet, dass die Mädchen und Jungen sich dort selbst während der „Eingewöhnungsphase“ gefahrlos aufhalten können. Das sei zwar alles nicht optimal, aber „in Anbetracht der witterungsbedingten, durch uns nicht zu beeinflussenden Umstände eine gute und letztendlich für die Kinder machbare Zwischenlösung“, versicherte Lütkemeier.

In der fertigen Einrichtung werden auf einer Grundstücksfläche von 3500 und einer Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern künftig 19 Erzieher bis zu 90 Kinder in fünf Gruppen betreuen. Es gibt zwei altersgemischte, zwei für über und eine für unter Dreijährige. Besonders wichtig ist der von-Laer- Stiftung der Integrationsgedanke. Deshalb wird die Kita „Leonardo“ bilingual betrieben: Ein Drittel der Erzieherinnen ist englischsprachig. 25 Prozent der Plätze gibt der Träger an Unternehmen weiter, um deren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Insgesamt investiert die BWG 2,5 Millionen Euro in das Projekt.

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