Tamaris und Peppermint ziehen um
Bild: Dinkels
Ein Eingang und künftig zwei Geschäfte: Wo das Schuhhaus Potthoff jetzt noch ein temporäres Outlet betreibt, sollen im August Tamaris und Peppermint einziehen.
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 „Wir freuen uns, mit der Vermieterin eine einvernehmliche Lösung gefunden zu haben, die den aktuellen Marktverhältnissen im Einzelhandel entspricht, und somit ein weiterer Leerstand vermieden werden konnte“, erklärte Potthoff-Geschäftsführerin Ulrike Meyer am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“.

Beide Schuhgeschäfte zögen „mit innovativen Ladenbaukonzepten als selbstständige Filialen ein“. Es handele sich nicht um eine Übergangslösung, sondern um einen dauerhaften Umzug.

Insgesamt verfügt das Ladenlokal über 330 Quadratmeter Fläche. Tamaris werde 120 Quadratmeter nutzen und mit einem Konzept einziehen, wie es in Osnabrück schon umgesetzt sei. Peppermint werde aussehen wie heute schon die Filiale in Wiedenbrück. Es bleibe bei einem Eingang. Es werde zwar eine optische Trennung der Angebote geben, aber keine bauliche, sagte Meyer.

Bei Peppermint würden weitere Sortimente jenseits von Schuhen aufgenommen. Details wollte die Geschäftsführern noch nicht verraten. Die Barrierefreiheit im Geschäft – dort befindet sich eine Stufenanlage – werde durch eine vorhandene Rampe gewährleistet.

„Mit dieser Investition versprechen wir uns eine Stärkung der Einkaufsstadt Gütersloh, insbesondere dieses Bereichs der Fußgängerzone mit vielen inhabergeführten Geschäften in der Nachbarschaft“, erklärte die Geschäftsführerin weiter. Sie machte keinen Hehl daraus, dass der Umzug mit Blick auf die Miethöhen an der mittleren Berliner Straße auch eine wirtschaftliche Entscheidung sei. Mit dem Vermieter bei Tamaris habe man sich schon verständigt, bei Peppermint sei man noch in Gesprächen. Dort ist dem Vernehmen nach ohnehin eine Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes zum Kolbeplatz im Gespräch.

Der Umzug ist eine Seite der Medaille. Die Innenstadt werde sich weiter verändern, sagte Ulrike Meyer. Es gehe von der Bedarfsdeckung hin zum Erlebnisort. Alle Beteiligten müssten zu diesem Zweck an einem Strang ziehen, um die Innenstadt zu bespielen und attraktiv zu halten. Wichtig seien dafür auch die verkaufsoffenen Sonntage.

An der Berliner Straße 4 hatte bis zur Insolvenz in Eigenverwaltung die Warendorfer Schuhpark-Kette eine Filiale betrieben. Ebenfalls nach Insolvenz hatte die Filiale des Schuhhauses Zahn am Kolbeplatz geschlossen. Der Filialist Deichmann ist vorige Woche an die Berliner Straße 57 umgezogen.

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