Tarifvertrag bei Miele unterschrieben
Bild: Miele
Miele-Waschmaschinenproduktion in Gütersloh: Der neue Zukunftstarifvertrag sichert Arbeitsplätze im Gerätewerk GTG.
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Der Vertrag wurde am Dienstag mit den Unterschriften aller beteiligten Parteien besiegelt. Er hat laut Mitteilung des Unternehmens eine Laufzeit bis Ende 2022 und tritt am 1. Mai in Kraft.

„Mit dem Vertrag konnte das Ziel des Unternehmens, die Innovations- und Wettbewerbsstärke des Gerätewerkes zu festigen, erreicht werden“, heißt es. Instrumente seien die kontinuierliche Weiterentwicklung – und damit Steigerung der Effizienz und Effektivität – der Produktion in Verbindung mit einer ausreichenden Auslastung sowie die Förderung von Kompetenzen und Qualifikationen in der Belegschaft.

Dazu zähle auch die jährliche unbefristete Übernahme von Auszubildenden. Es werde zukünftig vermehrt auf die Nutzung von zukunftsorientierten digitalen Technologien und digital unterstützenden Arbeitsformen (Industrie 4.0, Arbeit 4.0) gesetzt.

„Das Gerätewerk in Gütersloh ist in diesem Umfeld das Innovations- und Leitwerk, in das auch in den Folgejahren weiter investiert wird.“ Wie geplant, sollen sich die Waschmaschinenwerke in Gütersloh und Ksawerów (Polen) das Produktionsvolumen teilen, davon sollen mindestens 600 000 Geräte in Gütersloh hergestellt werden.

Im Stammwerk sollen insbesondere die hochwertigen Waschmaschinen und Waschtrockner sowie gewerblich genutzte Wäschepflegegeräte („Kleine Riesen“) produziert werden. Die Einstiegs-Klassen bei Waschmaschinen sollen in Ksawerów gefertigt werden.

Verbunden mit diesem Vertrag ist eine Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter. Bis zum Ende der Laufzeit sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Hinsichtlich der personellen Entwicklung im Gerätewerk ist das Ziel, dass 2022 im Durchschnitt etwa 1900 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz haben. Aktuell zählt es 2108 Beschäftigte.

Die geplante Veränderung in der Beschäftigtenzahl und Struktur soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden: Erweitertes Angebot von Altersteilzeit, Ausbau und Förderung der Qualifizierung, Intensivierung des standortübergreifenden internen Stellenmarkts, Entgeltsicherung nach Stellenwechsel oder Versetzung. Absatzschwankungen wird durch die Einführung flexibler Schichtmodelle in allen hierfür in Frage kommenden Bereichen Rechnung getragen. Zudem wird der Prämienlohn über eine teilweise Anrechnung mit zukünftigen Tariferhöhungen angepasst.

„Die ausgehandelten Vereinbarungen sind ein wichtiger Baustein für ein modernes und leistungsfähiges Werk GTG als Innovations- und Leitwerk für die Wäschepflege“, sagt Dr. Arnt Vienenkötter, Leiter des Bereichs Wäschepflege. Zugleich sei es gelungen, einen Rahmen für die Anpassungen zu schaffen, der die Belegschaft auf dem Veränderungsprozess mitnimmt.

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