Thunderbirds liefern rockigen Sommer-Kehraus
Bild: Poetter
Ohne sie wäre der Gütersloher Sommer nur halb so schön: Die „Thunderbirds“ - hier Sasophonist Martin Rode - garantierten einmal mehr einen rockigen Kehraus der Open-Air-Veranstaltungsreihe.
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Denn wie ließe sich das Finale des Gütersloher Sommers besser feiern als mit der super gut aufgelegten Band aus Bielefeld? Die Musiker bewiesen einmal mehr, dass sie jede Menge Rock ’n’ Roll im Blut haben.

 „Seid ihr ready?“ fragte Schuppner rein rhetorisch – und schon ging die Post ab. Zunächst schwappte die Neue Deutsche Welle mit dem Spider-Murphy--Hit „Schickeria“ munter über die vollbesetzen Tribünenplätze, ehe die ostwestfälischen Donnervögel in einem launigen Beat-Medley ihre Version von „Sweet little 16“ und „Jambalaya“ servierten. Einem Titel, mit dem schon Hank Williams und Fats Domino ihre Fans in den 1950er-Jahren begeistert hatten. Nach ein paar ruhigeren Stücken ging es mit Songs wie „Crawling From The Wreckage“ und „Keep On Rocking“ sowie „Knocking On Heavens Door“ und „Rocking’ all over“ wieder so richtig zur Sache. Stimmlich glänzte dabei nicht nur Frontmann Schuppner, sondern auch Gitarrist Christian Burk mit seiner Interpretation von „Johnny B. Goode“.

Viel Applaus für seine grandiosen Soli bekam Saxophonist Martin Rode. Der Musiker aus Rheda-Wiedenbrück ist seit 2006 bei den „Thunderbirds“. Ebenso wie Pianist Christian Burk, der seinem Klavier aber 2014 untreu wurde und die Birds seitdem als Gitarrist unterstützt. Komplettiert wird das Sextett durch den Drummer Andreas Postert, Lutz Theiling (Keyboards) und dem Gitarristen Gunnar Ennen. Klar, dass Gütersloh heiß geliebte Donnervögel auch deutsch gesungene Hits im Programm haben. Locker und witzig präsentierten sie Lieder wie Benny Quicks „Motorbiene“.

Dass als Zugabe dann noch Ohrwürmer wie der Karat-Klassiker „Über sieben Brücken“ und Drafi Deutschers Kultsong „Marmor, Stein und Eisen“ zelebriert wurden, ließ die Zuschauer total aus dem Häuschen geraten. Der Stones-Hit „Satisfaction“ setzte das musikalische Sahnehäubchen aufs Rundum-Gute-Laune-Konzert. Und so wurden die „Thunderbirds“ nur mit dem Versprechen entlassen, im nächsten Jahr erneut die Freilichtbühne in Mohns Park zu rocken.

Besucherbilanz fällt erneut positiv aus

Mehr als zufrieden mit dem diesjährigen Gütersloher Sommer ist Kathrin Groth. Als Geschäftsführerin des Verkehrsvereins zeichnet sie nicht nur für die Programmplanung verantwortlich, sondern auch für die Organisation. „Die Veranstaltungen in Mohns Park haben mittlerweile fast schon Festivalcharakter. Da trifft man sich, da will man dabei sein“, freut sie sich über den anhaltenden Besucherandrang – und dass obwohl gleich das geplante Auftaktkonzert mit „Manhatten Skyline“ kurzfristig wegen eines Unfalls der Band abgesagt werden musste. Dafür traten  dann „Maros“ an.

Groths größtes Lob geht ans Publikum: „Unsere Fans sind einfach klasse. Sie harren selbst bei schlechtem Wetter aus“, betont sie mit Blick auf so beliebte Bands wie die „Four Roses“ oder die „Richie Arndt Band“, die ihre Auftritte bei strömendem Regen absolvierten – eifrig beklatscht von den mit Regenschirm und -cape bewaffneten Zuhörern.

Als Erfolg verbucht die Organisatorin auch die beiden Gütersloher-Sommer-Konzerte, die erstmals im Parkbad stattfanden. „Es ist ein tolles Ambiente, das Franz-Josef Füchtenschnieder als Betreiber hervorragend inszenierte und damit für gute Stimmung gesorgt hat“, betonte Groth. Sie hofft auf eine weitere Kooperation im kommenden Jahr. Eines steht schon fest: Die Thunderbirds sind garantiert wieder dabei.

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