Tönnies als neugriechische Tragikomödie
Foto: Hunziker
Es geht um die Wurst: Theaterchef Christian Schäfer hat das Stück „Oinkonomy“ in Auftrag gegeben. Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer ist Autorin. Das Foto zeigt sie auf der Herbstmesse in Basel im Jahr 2015.
Foto: Hunziker

Unter der Regie von Christian Schäfer, künstlerischer Leiter des Theaters, entsteht aktuell das Stück, das aktuelle Ereignisse verarbeitet. Am Samstag, 17. Oktober, wird das Stück, das als neugriechische Tragikomödie daherkommt, im Theater aufgeführt. Mutter Circe ist eine Hexe, die fast jeden, der auf ihrer Insel anlandet, in ein Schwein verwandelt. Allein schon, um sich gegen die Touristenmassen zu wappnen. Die einzige menschliche Ausnahme ist Odysseus, von dem sie einen Sohn behalten hat.

„Schweinsein“ in dieser Welt

Mit Telegenos, den es auf den Weltmarkt drängt, weil er es dem Vater gleichtun und die Welt sehen möchte, baut sie ein Imperium auf, das aus Eitelkeiten auf allen Seiten besteht. Schließlich wird man Dienstleister, wenn man einen Stoff besorgt, der unbedingt gewünscht wird. Das Wort Mörder möchte niemand in den Mund nehmen, wenn es Alternativen gibt. Mittel und Wege zur Herstellung des Stoffs sind zunehmend egal. Und wenn der Stoff ein Lebewesen ist? In wechselnden Monologen berichten göttliche, tierische und menschliche Töne vom „Schweinsein“ in dieser Welt, von den Businessideen des Mr. T und dem Selbstverständnis eines Dienstleisters, der Masse vor Klasse stellt, dessen Hände rein und dessen Absichten ehrenhaf… „Aber wem machen wir etwas vor?“, fragen Gomringer und Schäfer.

Frank Siebenschuh und Miriam Berger

Als Protagonist ist in „Oinkonomy“ Frank Siebenschuh zu sehen. Mit ihm hat Schäfer erstmals vor 20 Jahren am Theater Augsburg zusammengearbeitet. An seiner Seite wird Miriam Berger, dem Gütersloher Publikum bereits aus der Uraufführung „Der Prediger“ und den You-Tube-Produktionen des Theaters bekannt, musikalisch zu erleben sein. Die Kostüme entwirft Anna Barthold-Torpai. Unterstützt wird die Produktion durch den Förderverein Theater in Gütersloh. Die Lyrikerin und Rezitatorin Nora Gomringer ist unter anderem Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises. Seit 2010 leitet sie in Bamberg das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia.

Ticketverkauf ab 29. August

Außer am Premierenabend am 17. Oktober, ab 19.30 Uhr, ist „Oinkonomy“ auch am 18. sowie am 30. und 31. Oktober im Theater Gütersloh zu sehen. Tickets sind ab Samstag, 29. August, ab 9 Uhr im Service-Center von Gütersloh Marketing und im Webshop des Theaters erhältlich.

SOCIAL BOOKMARKS